        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


                                KERMIT-EINF]HRUNG

        Jeder m|chte Computer dazu bringen, miteinander zu reden. Es 
        gibt viele M|glichkeiten, dies zu erreichen, und die meisten 
        sind sehr teuer.  Es gibt jedoch eine Art der Kommunikation, 
        die  billig  und relativ einfach ist:  die Verbindung der  2 
        Computer  durch  ihre TTY-Schnittstellen,  indem  man  einem 
        (oder auch beiden) der Computer glauben macht,  der  jeweils 
        andere  sei ein Terminal.Im Allgemeinen funktioniert  dieses 
        System,  da der Standard f}r Computeranschl}sse an Terminals 
        nahezu }berall befolgt wird,  sowohl hardwarem{~ig (Anschlu~ 
        und  Signal:  EIA RS-232) und softwarem{~ig(Zeichencodierung 
        den ASCII-Richtlinien folgend).  Wenn einmal 2 Computer  auf 
        diese  Art verbunden sind,  k|nnen Kooperationsprogramme auf 
        beiden ablaufen,  um die gew}nschte Kommunikation mit  Hilfe 
        eines Kommunikationsprotokoll zu erreichen.
        Warum  ist  ein  solches Protokoll  }berhaupt  notwendig?  3 
        Hauptprobleme treten auf, wenn man versucht, 2 Computer }ber 
        eine TTY-Leitung zu verbinden:
         - Ger{usche: es ist kaum m|glich anzunehmen,  da~ in  einer 
        Leitung  keine  elektrischen St|rungen auftreten;jede  lange 
        oder   vermittelte  Datenkommunikationsleitung  wird   durch 
        gelegentliche  St|rungen  beeintr{chtigt;   oder  L{rm,  was 
        typischerweise   zu   verst}mmelten   oder   neuen   Zeichen 
        f}hrt.L{rm  ver{ndert Daten,  mitunter so subtil,  da~  dies 
        nicht bemerkt wird, ehe es zu sp{t ist.
        - Synchronisation:Daten d}rfen nicht schneller ankommen, als 
        die    Empfangsmaschine    verkraften    kann.Obwohl     die 
        Leitungsgeschwindigkeiten  an den beiden Enden des  Anschlu~ 
        }bereinstimmen  k|nnen,  ist es m|glich,  da~ der  Empf{nger 
        nicht  in  der Lage ist,  einen konstanten  Input-Strom  bei 
        dieser  Geschwindigkeit  zu  verarbeiten.Ihr  Hauptprozessor 
        kann   zu  langsam  sein  oder  zu  vollgepackt,   oder  der 
        Zwischenspeicher  ist zu voll oder zu  klein.  Das  typische 
        Symptom   eines   Synchronisationsproblem   sind   verlorene 
        Daten;die  meisten  operating  systems  werden  eintreffende 
        Daten,  auf  deren  Aufnahme  siie nicht  vorbereitet  sind, 
        ignorieren.
        - Leitungsausf{lle: eine  Leitung kann f}r eine  kurze  Zeit 
        unterbrochen  werden  aufgrund von  einigen  Ursachen,  z.B. 
        einer fehlerhaften Verbindung,  Stromausfall, oder {hnlichen 
        Gr}nden.  Bei  angew{hlten  oder  vermittelten  Verbindungen 
        veranlassen  solche  auftretende M{ngel  den  Leitungstr{ger 
        auszusteigen  und die Verbindung bricht ab,  aber bei  jeder 
        Verbindung,  bei der dieses Tr{gersignal nicht benutzt wird, 
        ist das Resultat verlorene Daten.
        Um  Datenverlust  zu verhindern und um die Kommunikation  zu 
        synchronisieren,   k|nnen  kooperierende  Computer  einander 
        Informationen senden parallel zu ihrem  Datentransfer.Dieses 
        Zusammenspiel  von  Kontrollinformationen mit Daten und  die 
        daraus resultierenden Abl{ufe machen ein "Prrotokoll" aus.

        KERMIT  ist ein solches Protokoll.Es wurde speziell f}r  den 
        Transfer von sequentiellen Dateien uber normale Telekommuni-
        kationsleitung entwickelt.  KERMIT         ist         nicht 
        notwendigerweise   besser  als  viele   Terminal-orientierte 
        Datentransferprotokolle,  aber  es ist frei zug{nglich,  gut 
        dokumentiert  und  ist  auf  einer  Vielzahl  von   Rechnern 
        installiert worden. 




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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        KERMIT  }bertr{gt  Daten,  indem  es sie  in  "Pakete"   von 
        Kontrollinformationen   "einkapselt".   Diese  Informationen 
        bestehen   aus   einem   Synchronisationsmarkierer,    einer 
        Packetnummer,   um   eventuell   verlorengegangene    Pakete 
        aufzusp}ren, einen L{ngenindikator und einen "Summenz{hler", 
        um    eine   Verifizierung   der   erhaltenen    Daten    zu 
        erm|glichen.Verlorene und unvollst{ndige Datenpackete werden 
        entdeckt;ein  nochmaliges ]bertragen wird  verlangt.Mehrfach 
        vorhandene   Packete  werden  gel|scht.Zus{tzlich   erlauben 
        einige spezielle Kontrollpackete,  miteinander kooperierende 
        KERMIT's  zu verbinden und zu trennen und verschiedene Arten 
        von Informationen auszutauschen.So kann KERMIT also zwischen 
        vielen verschiedenartigen Systemen arbeiten.

                WIE MAN KERMIT BENUTZT

        KERMIT    ist   ein   Protokoll   f}r   einen   verl{~lichen 
        Datenaustausch   zwischen   Computern  }ber   die   normalen 
        Telekommunikationsleitungen.  Die Mechanismen einer  solchen 
        Daten}bertragung  m|gen  verwirrend erscheinen ehe man  sich 
        daran   gew|hnt  hat.Ein  bi~chen   Hintergrundinformationen 
        k|nnen diesen Proze~ erleichtern.
        KERMIT  ist  wahrscheinlich die billigste  Art,  2  Computer 
        miteinander  kommunizieren zu lassen.Die ben|tigte  Hardware 
        ist normalerweise schon verf}gbar,die Software ist  k{uflich 
        und  alle  Komponenten laufen als normale  Benutzerprogramme 
        ohne   Systemmodifikationen.   Dies  steht   im   deutlichen 
        Gegensatz zu einem Kommunikationsnetz, in dem es festgelegte 
        Hochgeschwindigkeitsk{n{le  und  Treiber  gibt,  dazu  teure 
        Software usw.  Das Netz verspricht mehr Leistung als KERMIT, 
        normalerweise  auch schneller und besser vertraut,  weil das 
        Netz  Teil  des  System ist.  Wenn ein  solches  Netz  nicht 
        vorhanden  ist,  kann  diese L}cke durch  KERMIT  ausgef}llt 
        werden. Aber weil KERMIT eben nicht in ein bestimmtes System 
        eingebunden  ist,  sondern  auf viele  verschiedene  Systeme 
        aufgesetzt werden kann,ist etwas mehr Einarbeitung vonn|ten.
            
           DAS PROGRAMM KERMIT

        KERMIT   besteht   aus  einer  Anzahl   Regeln   f}r   einen 
        verl{~lichen   Datenverkehr.Im  Allgemeinen  ist  der   eine 
        Comnputer  ein  gro~es  System (ein  Host-Rechner)  und  der 
        andere  ein Personal-Computer.Der Host-Rechner  glaubt,  da~ 
        der   PC  ein  normales  Terminal  ist.Damit  das  Protokoll 
        }berhaupt abl{uft,  mu~ das KERMIT-Programm an beiden  Enden 
        der Leitung verstanden werden.
        Die  2  KERMIT-Programme tauschen ihre Nachrichten in  einer 
        speziellen  Sprache  nur  f}r  sich  aus;die   gegenseitigen 
        Ansprachen  erscheinen  jedoch  nicht am  Bildschirm.Es  ist 
        alles in einen bestimmten Code gepackt,  den die 2 Programme 
        verstehen;sie k}mmern sich selbstst{ndig um die ]bertragung, 
        die  Fehler}berpr}fung,  die  Zeichen}bertragung  usw.  Jede 
        Nachricht  wird "Paket"  genannt,  und  jedes Paket hat  ein 
        spezielles Format, das alle KERMIT's verstehen. 









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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


          KOMMUNIKATION MIT 2 COMPUTERN GLEICHZEITIG

        Ihre Aufgabe besteht lediglich darin,  2 KERMITs zu starten. 
        Die Verwirrung kommt erst in dem Augenblick auf,  in dem sie 
        mit  einer einzigen Tasdtatur mit 2 verschiedenen  Computern 
        reden mit 2 verschiedenen Programmen.Ein Beispiel:
        Sie sitzen an ihrem PC,  der eine serielle Schnittstelle hat 
        und  }ber  diese mittels Postleitung mit einem  Host-Rechner 
        verbunden ist.Normalerweise "spricht" man direkt mit  seinem 
        PC.   Die   Eingaben   werden  direkt   vom   Betriebssystem 
        interpretiert.KERMIT ist ein Programm wie jedes andere, aber 
        hat  die spezielle Bef{higung sowohl die Eingaben direkt  zu 
        interpretieren  als  auch  alle eingegebene Befehle  an  den 
        Host-Rechner  zu }bermitteln.Beim Befehl CONNECT geht  jedes 
        Zeichen  }ber  die  Schnittstelle,   umgekehrt  wird   jedes 
        eintreffende Zeichen auf dem Bildschirm erscheinen.Dies wird 
        "virtual    terminal   service"   genannt,    ein   Computer 
        handelt,obwohl  er von einem fremden Terminal aus  gesteuert 
        wird.
        Nachdem  man mit dem Host-Rechner in Verbindung  stand,  mu~ 
        man auch wieder zum eigenen PC zur}ckkommen.Dies wird  durch 
        eine  escape-Sequenz erreicht.Danach adressieren sie  wieder 
        ihren eigenen Monitor.

          DIE ]BERTRAGUNG VON DATEIEN

        Um   eine   Datei  zu  }berspielen,m}~en  sie   zuerst   das 
        Betriebssystem  starten.Danach  rufen  sie  Kermit  auf.Dann 
        geben  sie  den Befehl CONNECT ein,  um eine Verbindung  zum 
        Host herzustellen.Jetzt k|nnen sie zu ihm sprechen.Rufen sie 
        jetzt  nochmals Kermit auf;jetzt l{uft Kermit auch  auf  dem 
        Host-Rechner.
        Nachdem Kermit jetzt auf beiden Rechnern l{uft,  besteht der 
        n{chste  Schritt  darin,  jedem Kermit  einzugeben,  was  er 
        machen  soll.Bei der Dateien}bertragung gehen sie wie  folgt 
        vor: sie befehlen dem Host, die Dateien zu senden,dann gehen 
        sie  mit escape zur}ck zum PC und befehlen ihm,  die Dateien 
        zu  empfangen.Die ]bertragung beginnt--sie k|nnen  sich  ein 
        bi~chen  entspannen,etwas essen oder zuschauen,  denn Kermit 
        zeigt  st{ndig  an,welche Packete gerade  }bertragen  werden 
        bzw.  wie  oft ein Vorgang wiederholt werden  mu~te.Nach der 
        Beendigung  der ]bertragung erscheint dann die Meldung,  da~ 
        die ]bertragung komplett ist.
        Die  gew}nschten  Dateien befinden sich nun  auf  ihrer  PC-
        Diskette.Kermit hat daf}r gesorgt, da~ die Datei korrekt und 
        vollst{ndig  }berspielt  wurde.Jetzt m}~en sie nur noch  den 
        Vorgang  beenden:  gehen  sie zur}ck  zum  Host,beenden  sie 
        Kermit  auf  ihm,gehen sie zur}ck zum PC und beenden sie  es 
        auch  dort.Jetzt  k|nnen sie mit der  Datei  machen,was  sie 
        wollen.
        Kermit  erm|glicht  den Transfer von Host zum PC,vom PC  zum 
        Host,vom Host zum Host und vom PC zum PC,wobei normalerweise 
        die   gew|hnliche  Verwendung  der  Maschine   keine   Rolle 
        spielt.Ebenso  ist es m|glich,Dateien in Gruppen zu schicken 
        mit  nur  einem einzigen Befehl,z.B.  "senden sie  mir  alle 
        FORTRAN-Dateien".Der Ablauf bleibt jedoch immer der gleiche.
        KERMIT  arbeitet am besten mit druckf{higen  Vorlagen,  also 
        Dateien,die   nur   aus   Briefen,Zeichen,Tabulatoren   etca 
        bestehen,  weil  diese  auf fast allen Arten  von  Computern 
        laufen.Es  ist jedoch auch die ]bertragung von  Bin{rdateien 
        m|glich; diese werden aber meistens nur von der Art Computer 


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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        verstanden,  auf  denen  sie erstellt  wurden.Trotzdem  kann 
        Kermit  diese Dateien von System A auf System  B  }bertragen 
        und  wieder  nach  A zur}ck im  originalen  Zustand,  jedoch 
        m}ssen  in  ein paar speziellen F{llen  besondere  Ma~nahmen 
        getroffen werden.
        Damit ist jetzt zun{chst einmal grunds{tzlich  gekl{rt,  wie 
        Kermit  arbeitet  und  was es  kann.Die  Vorgehensweise  zur 
        Kommunikation   mit  Kermit  ist  betriebssystemabh{ngig.Die 
        detaillierte  Beschreibung  finden  sie  in  dem  auf  ihren 
        PC abgestimmten Teil der Dokumentation:

             PC 16-07       Kermit-86
             PC 16-11       Kermit-86
             PC 16-05       MS-Kermit
             PC 16-20       MS-Kermit

        M\GLICHE PROBLEME BEI DER DATEN]BERMITTLUNG

        Zwei  Computer  miteinander zu koppeln  kann  mitunter  sehr 
        trickreich  sein  und  einiges kann  daneben  gehen.Ehe  man 
        }berhaupt   Daten  }bertragen  kann,   mu~  eine  Verbindung 
        zwischen   den   Terminals  hergestellt   werden.Aber   eine 
        zustandegekommene  Verbindung  bedeutet  nicht   automatisch 
        einen  gelungenen Datentransfer;selbst wenn die  ]bertragung 
        allen    Anscheins    nach   funktioniert,k|nnen    Probleme 
        auftauchen.

        1. Leitungsprobleme

        Falls  sie Kermit auf ihrem PC gestartet haben,  jedoch  das 
        CONNECT-Kommando   nicht  funktioniert,   tuen   sie   bitte 
        folgendes:
             -Vergewissern  sie  sich,  da~  alle  Steckverbindungen 
              gesteckt  sind und nicht lose sind.Falls sie ein Modem 
              benutzen,pr}fen sie bitte nach, ob die Betriebsanzeige
              aufleuchtet.
             -Falls  sie mehr als einen Anschlu~ an ihren PC  haben, 
              pr}fen sie bitte, ob sie den richtigen verwenden.
             -Vergewissern  sie sich,  ob die Schnittstelle auf  die 
              richtige  Kommunikationsgeschwindigkeit   eingerichtet 
              ist.Einige Kermit-Versionen haben ein eigenes SET-BAUD 
              Kommando,  andere  verlangen,  da~  man die  Baud-Rate 
              festlegt,  ehe Kermit gestartet wird. Benutzen sie das 
              SHOW-Kommando, um herauszufinden, welches die aktuelle 
              ]bermittlungsrate ist.
             -Pr}fen sie nach,  ob die anderen Leitungsparameter wie 
              bits pro Zeichen,  handshake und flow control  korrekt 
              gesetzt sind.


        Normalerweise  erwartet  Kermit,  volle Kontrolle  }ber  die 
        Schnittstelle zu haben.Jedoch ist es manchmal der Fall,  da~ 
        Kommunikationsausr}stungen zwischen beiden Computern an bei-   
        den Enden kontrollieren,z.B. Konkurrenzschnittstellen,lokale   
        und  }berregionale Leitungsnetze.Es k|nnen mit  dem  Kermit-
        Protokoll verschiedene Wechselwirkungen auftreten:

             -Es kann Parit{tsbildung benutzt werden, was  bedeutet, 
              da~ das 8.  Bit jedes Zeichen vom Netz zur ]berpr}fung 
              der korrekten ]bermittlung benutzt wird.Auswirkung:  



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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


               -die Pakete  erscheinen inkorrekt beim Empf{nger  und 
                verhindern  so  den  Dateientransfer.Meistens  kommt 
                nicht einmal das erste Paket durch.
               -Das 8.  Bit bei der ]bertragung bin{rer Datein f{llt 
                weg.
        Falls  also  alles funktioniert,  nur  die  Daten}bertragung 
        nicht,  ist Parit{t die normale Ursache.Um trotzdem arbeiten 
        zu k|nnen,  sollten sie herausfinden, welche Parit{t benutzt 
        wird  und  dann Kermit an beiden Enden mit  dem  SET  PARITY 
        Befehl informieren,soda~ die beiden Programme
              -die     checksums    korrekt    zusammensetzen    und 
               interpretieren k|nnen
              -eine  spezielle Codierung anwenden,   um  8-Bit-Daten 
               durch eine 7-Bit-Leitung zu schicken.
        Wenn  eine  Datei  Daten enth{lt,   die  nicht   Textzeichen 
        entsprechen,  k|nnen ]bertragungsfehler auftreten,  da diese 
        Zeichen    eventuell    als   Steuerzeichen    interpretiert 
        werden.Schalten  sie in einem solchen Fall mit dem SET  FILE 
        TYPE-Kommando  auf Bin{rmodus um.Beim MS-Kermit  ist  dieses 
        Umschalten  nicht  m|glich,  da dort Nicht-Textzeichen  beim 
        Senden automatisch umkodiert werden.

        2. Die ]bertragung bleibt stecken

        Viele   Kermits   reagieren   beim  Erkennen   einer   toten 
        Daten}bertragung  mit  einem sogenannten  timeout-interrupt. 
        Dies bedeutet,  da~ sie den jeweils anderen Kermit mit einer 
        Art  Wecksignal  zur  Fortsetzung  des  Dateientransfer   zu 
        bewegen versuchen.Die timeout-Funktion l{~t sich mit dem SET 
        TIME  ON/OFF ein/ausschalten.Ist die Funktion ausgeschaltet, 
        tritt    der   Effekt   ein,da~    bei    steckengebliebenem 
        Datentransfer  Kermit "ewig" wartet.Das gleiche Weckresultat 
        erzielt man durch Eingabe von RETURN.

        Die  folgenden Abschnitte geben verschiedene Gr}nde an,  die 
        zu einer Unterbrechung f}hren k|nnen.Befor sie  weiterlesen, 
        vergewissern sie sich bitte,  ob am anderen Ende der Leitung 
        tats{chlich  ein  KERMIT  vorhanden  ist  und  da~  sie  das 
        richtige   Kommando   SEND,RECEIVE   oder   SERVER   benutzt 
        haben.Falls die }bergeordnete Seite kein Server ist,  denken 
        sie bitte daran,  zwischen jeder ]bertragung auf den anderen 
        Rechner   zu  wechseln  und  ein  neues  SEND  oder  RECEIVE 
        einzugeben.

        3.Ihr PC bleibt stecken 

        Der PC selber kann manchmal h{ngenbleiben wegen Gr}nden, die 
        au~erhalb    von    KERMIT's    Kontrolle    stehen,    z.B. 
        Netzschwankungen.Wenden  sie folgende Ma~nahmen an  (in  der 
        folgenden Reihenfolge):
        -]berpr}fen sie die Anschl}~e;  vergewissern  sie sich,  da~ 
         nichts lose ist.
        -Dr}cken sie RETURN, um den PC "aufzuwecken". Einige RETURNS 
         sind unter Umst{nden notwendig.
        -Falls  eine Blockierung nicht die Ursache war,  starten sie 
         bitte den  PC neu und dann auch  KERMIT.Gehen  sie  mittels 
         CONNECT zur}ck  zum  Host  und fangen  dann  wieder  an  zu 
         arbeiten und starten den Transfer neu.M|glicherweise m}ssen 
         sie  KERMIT auf  dem HOST abbrechen  und  dann  wieder  neu 
         starten.



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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        -Es  kann  auch sein,  da~ einer der Computer  die  gew{hlte 
         Baudrate  nicht  verkraftet.Versuchen  sie  es  mit   einer 
         niederen Baudrate.
         
        4. Der Remote-Host hat sich verabschiedet

        Falls  ihr  eigenes  System l{uft,  jedoch  die  ]bertragung 
        h{ngt,  so ist auch m|glich,  da~ der Host oder der auf  ihm 
        laufende  KERMIT  abgest}rtzt ist.Gehen sie zur}ck  auf  die 
        Kommando-Ebene   ihres   eigenen   System.Bei   reinen   PC-
        Verbindungen  ist dies durch mehrmaliges Dr}cken von  RETURN 
        oder  Control-C m|glich.Geben sie Jetzt CONNECT ein,  um  zu 
        sehen,  was passiert.Falls das Remote-System abgest}rzt ist, 
        m}ssen  sie  warten,  bis es wieder l{uft und mit der  Datei 
        wieder anfangen, bei der sie waren, als der Crash erfolgte.

        5. Die Diskette ist voll

        Falls ihre eigene Floppy Disk oder der Speicher ihres Remote 
        Rechners  voll  sind,  wird  der  entsprechende  Kermit  sie 
        informieren   und   die   ]bertragung   beenden.Sie   k|nnen 
        den  Transfer  fortsetzen,  indem  sie  die  ganze  Prozedur 
        entweder  mit einer leeren Floppy wiederholen oder ihre alte 
        etwas putzen.Einige Kermits machen sogar genau an der Stelle 
        weiter, an der unterbrochen wurde.

        6. ]berschneidung von Nachrichten

        Es   kann   ihnen  passieren,   da~   die   Daten}bertragung 
        gelegentlich   und  unvorhersehbar  unterbrochen   wird.Eine 
        m|gliche Erkl{rung kann sein,  da~ Nachrichten des Terminals 
        sich   mit   den   Daten-Paketen    vermischen.Das    k|nnen 
        Nachrichten  sein,  die z.B.  systemimanent sind ("in 30 min 
        wird   hier  dichtgemacht");auch  Nachrichten  von   anderen 
        Benutzern ("Hallo Bernd,  du hackst aber schon lange")  oder 
        Meldungen,  die  sie selber angefordert haben ("Mach Schlu~, 
        es ist schon acht Uhr") k|nnen dazwischenfunken.Die  meisten 
        Kermit-Programme  blocken  solche Meldungen automatisch  ab, 
        jedoch  ist  dies  nicht  immer  so.Es  ist  f}r  sie  unter 
        Umst{nden notwendig,  solche Meldungen vor dem  Kermit-Start 
        abzublocken.

        7. Irrungen des Host-Rechners 

        Verschiedene  Fehlerursachen  k|nnen  bei  dem   Remote-Host 
        auftreten,  die  den  Transfer beeintr{chtigen  k|nnen.Falls 
        solche  Fehler  auftreten,  wird normalerweise  eine  error-
        Meldung  angezeigt  und dann die  ]bertragung  unterbrochen, 
        indem sie auf die Kommando-Ebene zur}ckversetzt werden.

        8. Die Datei ist unbrauchbar

        Unter  gewissen  Bedingungen kann Kermit  glauben,  da~  die 
        ]bertragung korrekt erfolgte,  was jedoch tats{chlich  nicht 
        der  Fall  ist.Die  wahrscheinlichste Ursache  hat  mit  der 
        komplizierten   Angelegenheit   der   Dateien-Attribute   zu 
        tun,z.B.   Textmodus   und  Bin{rmodus,   7-Bit  und  8-Bit, 
        Blockform  und  Streamform  usw.   Jedes  System  hat  seine 
        eigenen Besonderheiten und jeder KERMIT hat seine speziellen 
        Kommandos, die es ihnen erlauben festzulegen, wie eine Datei 
        gesendet oder abgelegt wird.Diese Schwierigkeiten treten  im 


        KERMIT-EINF]HRUNG            - 6 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Allgemeinen  jedoch nur bei der ]bertragung von Bin{rdateien 
        auf.Textdateien stellen beim Austausch zwischen zwei Kermits 
        normalerweise kein Problem dar.0

        9. Schrott am Ende einer Datei

        Wenn  sie einen Text }bertragen haben,  werden sie  manchmal 
        merkw}rdige Zeichen am Ende der Datei finden, nachdem sie im 
        Zielsystem eingetroffen ist.Dies liegt daran, da~ viele PC's 
        keine  }bereinstimmende Art der Anzeige  eines  Dateienendes 
        haben.Ein  Beispiel ist CP/M.  Die kleinste  Speichereinheit 
        auf   einer   CP/M-Floppy-Disk  ist  ein  "block"  von   128 
        bytes.Bin{rdateien bestehen immer aus vollst{ndigen  blocks, 
        aber    Textdateien   k|nnen   irgendwo   in   einem   Block 
        aufh|ren.Weil   CP/M   nicht  die   Bytezahl   einer   Datei 
        registriert,  wird  zur  Anzeige  des Endes  ein  Control-Z-
        Zeichen   verwendet.Falls  ihr  PC  dieses   Zeichen   nicht 
        beachtet,  wird der gesamte letzte Block }bertragen,der nach 
        Textende  noch  offensichtlichen  Abfall  enth{lt.Um  dieses 
        Problem  zu umgehen,  haben die meisten PC Kommandos wie SET 
        FILE  ASCII,   um  Kermit  anzuuweisen,   das  Control-Z  zu 
        befolgen.Die  von Siemens gelieferten CP/M-86-Varianten sind 
        nach den Statuten immer im ASCII-Mode; nur wenn sie im Bin{r      
        Mode  gearbeitet haben (nach SET FILE BINARY),  dann  m}ssen 
        sie wieder SET FILE ASCII eingeben.






































        KERMIT-EINF]HRUNG            - 7 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


                                 KERMIT-BEFEHLE

        Zun{chst  wird  ein  "ideales"  KERMIT-Programm  beschrieben.Kein 
        KERMIT-Programm  hat  alle  diese Befehle oder  unterst}tzt  alle 
        diese  Optionen.Auch  die  genaue  Form  einiger  dieser  Befehle 
        unterscheidet  sich von Version zu Version.Es gibt auch  Kermits, 
        die hier nicht beschriebene systemabh{ngige  Optionen  unterst}t-   
        zen.Die Absicht dieser breitangelegten Einf}hrung ist es,f}r eine 
        Basis  zu  sorgen,  von der aus die verscheidenen  Versionen  mit 
        Hilfe der Unterschiede zur Idealform beschrieben werden.

        1. Remote- und Local-Betrieb

        Einige  Kermit-Programme k|nnen auf zwei Arten betrieben  werden, 
        "remote"   und  "local".Remote  l{uft  normalerweise  auf   einem 
        Gro~rechner,  zu  dem  Sie sich mit CONNECT verbunden  haben  von 
        ihrem  PC  aus  oder einem anderen Computer.Wenn Kermit  sich  im 
        Remote befindet, l{uft der gesamte Datentransfer }ber eine eigene 
        Terminalleitung- die  selbe  Leitung,  }ber die Sie sich  an  den 
        Rechner  koppelten und }ber die Sie Befehle  eingeben.Das  System 
        denkt,  da~ Ihr PC ein Computer ist,  der mit einer exakten Kopie 
        des Gro~rechnerkermits l{uft.
        Falls   Kermit   sich   im  local-Modus   befindet,   l{uft   der 
        Datentransfer  }ber  einen externen  Anschlu~,so  z.B.  }ber  die 
        serielle    Schnittstelle   des   PC   oder   eine    zugewiesene 
        Terminalleitung eines Gro~rechners.Der local-Kermit ist irgendwie 
        mit  einem  anderen Computer verbunden (z.B.Anwahl)  und  benutzt 
        seine  eigene Kermit-Version.Local-Kermits werden vom  Bildschirm 
        aus kontrolliert, ein Remote-Kermit hat keinen direkten Zugang zu 
        ihm.Kermits auf PC's laufen normalerweise im local-mode,  w{hrend 
        Gro~rechner spezielle Befehle brauchen,  um in den local-mode  zu 
        gelangen.Einige  Befehle k|nnen nur im Remote verstanden  werden, 
        andere nur im Local,einige jedoch in beiden.
        Ein  KERMIT-SERVER  ist immer remote und mu~ seine Befehle  durch 
        einen  local Kermit bekommen.Die folgenden  Beschreibungen  geben 
        an, wann ein Befehl remote oder local sein soll.

        2. Die Befehls-Schnittstelle

        Man  kann  Befehle,  jedoch keine Dateinamen,  abk}rzen  beliebig 
        abk}rzen,  nur  m}ssen sie noch unterscheidbar sein.So wird  z.B. 
        ein S nie akzeptiert werden,  da es mehrere Befehle gibt, die mit 
        S anfangen.Man kann aber jederzeit ein Fragezeichen eingeben,  um 
        herauszufinden,   was   erwartet  bzw.   g}ltig  ist  in   diesem 
        Moment.Nach  dem  Fragezeichen  m}ssen  Sie  wieder eventuell ein 
        Return eingeben, um fortzufahren.

        3. Zusammenfassung der Kermit-Befehle

        Es folgt eine kurze Liste von Kermit-Befehlen, die in den meisten 
        Kermit-Programmen  vorhanden  sind.Im Ansachlu~ daran werden  sie 
        detailliert beschrieben.
        Um Dateien auszutauschen:
             SEND,RECEIVE,GET
        Um sich an einen remote Host anzukoppeln:
             CONNECT,SET  LINE,SET  PARITY,SET  DUPLEX,SET  HANDSHAKE,SET 
             ESCAPE,SET FLOW-CONTROL
        Um als Server zu handeln
             SERVER
        Um mit einem Server zu sprechen:
             BYE,FINISH,GET,SEND,REMOTE


        KERMIT-BEFEHLE               - 1 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Um  Parameter f}r eine ]bertragung von Dateien festzulegen:       
             SET    BLOCK-CHECK,SET    DEBUG,SET    DELAY,SET    FILE,SET 
             INCOMPLETE,SET PARITY,SET RETRY;
             SET SEND (oder RECEIVE) END-OF-LINE,START-OF-PACKET, PACKET-
             LENGTH,PAUSE,TIMEOUT,PADDING.
        Um "macros" von Set-Befehlen zu definieren:
             DEFINE
        Um die ]bertragung zu unterbrechen:
             Control-X,Control-Z,Control-C,Control-E
        Um Informationen zu bekommen:
             HELP,STATISTICS,SHOW
        Um Befehls-Dateien auszuf}hren:
             TAKE
        Um den Ablauf eines Dateientransfers aufzuzeigen:
             LOG TRANSACTIONS
        Um ohne Protokoll Dateien zu erhalten bzw. }bertragen:
             LOG SESSION,TRANSMIT
        Um log-Dateien abzuschlie~en:
             CLOSE
        Um das Programm zu verlassen:
             EXIT,QUIT

        Falls sie eine Datei namens KERMIT.INI als Vorgabe bzw. auf ihrer 
        Diskette haben,  wird KERMIT ein automatisches TAKE-Kommando beim 
        Start   ausf}hren.KERMIT.INI  kann  irgendwelche   KERMIT-Befehle 
        enthalten,  z.B. SET-Befehle oder DEFINE's zum Setzen von macros, 
        um Kermit an verschiedene Kommunikationsmedia anzuschlie~en.
        Bemerkung:Innerhalb  ihrer Kermit-Anpassung kann ein andere  Name 
        f}r diese Datei benutzt werden.

        4. Die SEND-Befehle

        Syntax:
        Um eine einzige Datei zu senden:
             SEND nonwild-Dateiname1(Dateiname2)
        Um mehrere Dateien zu senden:
             SEND wild-Dateiname1(Dateiname2)

        Der  SEND-Befehl bewirkt,  da~ eine Datei oder eine Dateien- 
        gruppe zum anderen System geschickt wird.Es gibt zwei  Arten 
        dieses Befehls, jenachdem ob der Dateienname "wildcard"-Zei- 
        chen enth{lt oder nicht.Der Gebrauch solcher Zeichen ist die 
        gebr{uchlichste  Methode,  um  eine Gruppe von  Dateien  mit 
        einer   einzigen  Spezifikation  zu  beschreiben.Z.B.   wenn 
        FOO.FOR eine einzelne Datei ist, ein Fortran-Programm namens 
        FOO, dann ist *.FOR eine Gruppe solcher Programme.

        ]bermitteln einer Dateiengruppe  

        Falls Dateiname1 wildcard-Zeichen enth{lt, so werden alle so 
        bezeichneten Dateien in der Reihenfolge des Inhaltsverzeich- 
        nisses gesendet.Ist eine Datei nicht zug{nglich, so wird sie 
        }bergangen.Die erste Datei in einer solchen Gruppe kann  mit 
        der Option Dateiname2 festgelegt werden.Dies erlaubt,  einen 
        zuvor  unterbrochenen  Dateientransfer an der Stelle  wieder 
        aufzunehmen,  an  der  abgebrochen wurde;so  kann  auch  auf 
        Dateien verzichtet werden, die sonst zuerst geschickt worden 
        w{ren.





        KERMIT-BEFEHLE               - 2 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        ]bermitteln einer einzelnen Datei

        Falls  Dateiname1 kein wildcard-Zeichen enth{lt,so wird  die 
        Datei   normal   }bermittelt.Man  kann   jedoch   Dateiname2 
        benutzen,  um  den  Namen festzulegen,  unter dem die  Datei 
        ankommen   soll.Dateiname2  wird  jedoch  in  keiner   Weise 
        }berpr}ft oder festgehalten.Fehlt Dateiname2,  dann wird die 
        Datei mit ihrem eigenen Namen gesendet.

        SEND Allgemeiner Befehlsablauf

        Dateien  werden mit ihrem Namen und ihrem Typ gesendet.Falls 
        Netzparit{t  benutzt  wird (siehe  auch  SET  PARITY),  dann 
        verlangt der sendende Kermit,  da~ der andere eine spezielle 
        Art  der  Pr{fixschreibweise f}r Bin{rdateien  akzeptiert.Da 
        dies schon eine Weiterentwicklung ist, haben dies nicht alle 
        Kermits;  falls  der andere Kermit diese Option nicht hat  , 
        k|nnen Bin{rdateien nicht korrekt }bermittelt werden.
        Der sendende Kermit wird auch fragen,  ob er f}r wiederholte 
        Zeichen ein spezielles Vorzeichen benutzen kann.Falls er  es 
        kann,  dann  k|nnen  Dateien  mit  langer  Zeichenfolge  von 
        wiederholten Zeichen sehr rasch }bermittelt werden.Am besten 
        ist die Wirkung bei Spaltendaten,  stark einger}ckten Texten 
        und Bin{rdateien zu beobachten.

        SEND Der Remote-Ablauf

        Falls  sie Kermit im Remote-Modus laufen lassen,  sollte sie 
        zu  ihrem local-Kermit relativ schnell zur}ckehren  und  das 
        RECEIVE-Kommando  eingeben.Lassen sie sich nicht l{nger  als 
        ein  bis zwei Minuten Zeit,  um die Verbindung herzustellen, 
        sonst ist es m|glich,  da~ Kermit abbricht und  aufgibt.  In 
        diesem  Fall  m}ssen sie }ber CONNECT wieder zur}ck und  den 
        SEND-Befehl erneuern.

        SEND Der Local-Ablauf

        Falls sie Kermit im local-Modus betreiben, z.B. von einem PC 
        aus, sollte Kermit auf dem anderen System bereits laufen und 
        entweder RECEIVE oder SERVER eingegeben sein.
        Nachdem sie nun den SEND-Befehl eingegeben haben,  wird  der 
        Name  jeder Datei auf dem Bildschirm ausgegeben,  sobald der 
        Transfer  beginnt.Informationen }ber den  ]bertragungsablauf 
        werden  angezeigt.Wenn der festgelegte Vorgang  vorbei  ist, 
        wird ein Pieper ert|nen und der Ablauf des Vorgangs wird mit 
        einer  Nachricht wie  OK,  Complete (vollst{ndig), Interrup-   
        ted (unterbrochen) oder Failed (nicht gelungen) angezeigt.
        Werden viele "retries"(Wiederholungen) angezeigt, werden sie 
        wahrscheinlich von einer ger{uschvollen Leitung heimgesucht. 
        Es   ist  m|glich,   die  Zahl  solcher  Wiederholungen   zu 
        reduzieren,  indem  man  durch  SET SEND  PACKET-LENGTH  die 
        Paketl{nge  herabsetzt.Dies  setzt  die   Wahrscheinlichkeit 
        herab, da~ die Pakete beeintr{chtigt werden und verk}rzt die 
        Zeit, die ben|tigt wird, ein solches nochmals zu senden.
        Falls  sie bemerken,  da~ eine Datei gesendet wird,  die sie 
        absolut  nicht  m|chten,  dann k|nnen  sie  die  ]bertragung 
        sofort  mit  Control-X oder Control-Z  abbrechen.Falls  eine 
        Dateiengruppe  unterwegs  ist,  bewirkt Control-X,  da~  die 
        gerade  laufende  Datei }bergangen wird und Kermit  bei  der 
        n{chsten    weitermacht.Control-Z   hingegen   bricht    den 
        kompletten  Vorgang ab und geht auf die  Kermit-Befehlsebene 


        KERMIT-BEFEHLE               - 3 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        zur}ck.

        5. Der RECEIVE-Befehl

        Syntax: receive(dateiname)

        Der  Receive-Befehl weist Kermit an,  auf die Ankunft  einer 
        Datei  oder Dateiengruppe zu warten,  die mittels  SEND  von 
        einem  anderen System ankommen.Wenn nur eine Datei empfangen 
        werden  soll,   k|nnen  sie  Dateiname2  benutzen,   um  die 
        eintreffende  Datei  zu benennen.Andernfalls wird  der  Name 
        einfach }bernommen.Falls der Name auf dem local-System nicht 
        erlaubt  ist,   versucht  Kermit,  ihn  in  einen  erlaubten 
        umzuwandeln.
        Stimmt der Name der Ankommenden Datei mit dem einer  bereits 
        existierenden  }bereinstimmt,  wird Kermit entweder die alte 
        Datei  }berschreiben oder versuchen,  einen  neuen,  eigenen 
        Namen zu erzeugen,  abh{ngig davon,  ob FILE WARNING gesetzt 
        ist oder nicht.
        Wird SET PARITY benutzt,um eine Parit{tsbildung/Pr}fung ein-
        zuschalten, ist ein Vorzeichen f}r das 8.  Bit n|tig.
        Ist  dies  auf  der  anderen  Seite  nicht m|glich,  so  ist 
        eine  korrekte ]bertragung nicht m|glich.Der sendende Kermit 
        kann  auch  fordern,  da~  wiederholte  Zeichen  komprimiert 
        werden.
        Kommt  eine  abgeschickte Datei nicht  vollst{ndig  an, wird 
        Kermit sie normalerweise entfernen und  sie  wird  nicht  in 
        Ihrem  Inhaltsverzeichnis   erscheinen.Dies k|nnen Sie durch 
        Benutztung des SET INCOMPLETE KEEP-Befehls {ndern,  was dazu 
        f}hrt,  da~  alle  Dateien,  die  abgeschickt  wurden,  auch 
        tats{chlich abgespeichert werden.

        RECEIVE Remote-Ablauf

        L{uft  Kermit  im Remote,  m}ssen sie zur}ck zu ihrem  local 
        Kermit  und  das  SEND-Kommando  eingeben.Sie  sollten   das 
        ebenfalls innerhalb von 2 Minuten machen, andernfalls steigt 
        Kermit  aus.Falls  dies  passiert,  gehen sie  }ber  CONNECT 
        zur}ck und geben wieder RECEIVE ein.

        RECEIVE Local-Ablauf

        L{uft  Kermit im Local-Modus,  sollten sie bereits das  SEND 
        zum  Remote-Rechner  eingegeben haben und dann erst  zu  ihm 
        zur}ckgehen.
        So  wie  die  Dateien  ankommen,  wird  ihr  Name  angezeigt 
        zusammen mit den "Verkehrsnachrichten".
        Auch das Ab- bzw. Unterbrechen funktioniert genauso wie beim 
        SEND-Ablauf, n{mlich Control-X und Control-Z.

        6. GET

        Nur LOCAL -- Syntax: GET (remote-Dateiname)

        Der GET-Befehl fordert einen remote Kermit-Server dazu  auf, 
        eine  Datei oder Dateiengruppe zu senden,  bezeichnet  durch 
        remote-Dateinahme.Beachten   sie  den  Unterschied  zwischen 
        RECEIVE   und  GET!   RECEIVE  versetzt  Kermit   in   einen 
        abwartenden,  passiven  Zustand,  w{hrend  GET  aktiv  einen 
        Befehl zum SERVER sendet.



        KERMIT-BEFEHLE               - 4 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Der  GET-Befehl kann nur benutzt werden,  wenn es ein local-
        Kermit ist und am anderen Ende der Leitung ein SERVER h{ngt. 
        Bei reinem PC-Betrieb m}~en Sie auf Ihrem PC Kermit  starten  
        und  Server  eingeben.Bei einem Gro~rechner m}~en  Sie  }ber 
        CONNECT zum Rechner kommen,  einloggen,  Kermit starten, den 
        Server eingeben und dann zum Local-Kermit zur}ckehren.
        Der     Remote-Dateiname     ist     irgendeine     erlaubte 
        Zeichenfolge.Die  Anzeige  des Ablaufs und auch der  Abbruch 
        funktionieren wie beim RECEIVE-Ablauf.
        Falls der Remote-Kermit nicht Server-f{hig ist,  werden  sie 
        wahrscheinlich  eine Fehlermeldung wie z.B.  "Illegal packet 
        type" erhalten.Sollte dies der Fall sein, m}ssen sie zur}ck, 
        ein  SEND  eingeben,  wieder  zur}ck und  dann  ein  RECEIVE 
        eingeben.

        7. SERVER 

        Nur REMOTE -- Syntax: SERVER

        Der SERVER-Befehl teilt Kermit mit,  keine Befehle mehr  von 
        der Tastatur anzunehmen und da~ alle weiteren Anordnungen in 
        Form  von  Kermit-Paketen  von einem anderen  System  kommen 
        werden.Ein Kermit-Server ist automatisch Remote d.h. die Be- 
        dienung  mu~  durch einen  anderen  Computer  geschehen,z.B. 
        einen  PC.Zus{tzlich  sollte Ihr  local-Kermit  Befehle  zur 
        Kommunikation  mit Remote-Servers haben;  das schlie~t  GET, 
        FINISH und BYE mit ein.
        Nach Eingabe des Server-Befehls gehen Sie in Ihr local-System 
        zur}ck und benutzen SEND, GET,BYE,FINISH oder andere Server-
        orientierte  Befehle.Falls  Ihr local-Kermit kein  BYE  hat, 
        dann ist er nicht voll kommunikationsf{hig mit einem Kermit-
        Server   und  Sie  sollten  SERVER  nicht  benutzen.Ist   es 
        vorhanden, benutzen Sie es zum Schlie~en des Servers und zum 
        log-out, wenn die Arbeit beendet ist.
        Alle Parameter,  die nicht dem Standard entsprechen, sollten 
        Sie mit SET-Kommandos richtigstellen, besonders die Dateien-     
        festlegungen.

        8. BYE

        Nur LOCAL -- Syntax: BYE

        Sprechen  Sie als local-System zu einem  SERVER,  dient  der 
        BYE-Befehl  zum  Abschlie~en und zum log-out  vom  Server.Es 
        werden alle benutzten Dateien geschlossen und man steigt aus 
        dem  local-Kermit aus (R}ckehr zum Betriebssystem).L{uft der 
        Server  auf  einem  PC,  so  wird  dieser  Kermitwieder  auf 
        Tastatureingabe geschaltet und nicht beendet.
         
        9. FINISH

        Nur LOCAL -- Syntax: FINISH

        Gro~rechner:  Wenn Sie als local-Kermit, zu einem als Server 
        arbeitenden  remote-Kermit auf einem Gro~rechner  sprechend, 
        den  FINISH-Befehl eingeben,  wird der  Server  geschlossen, 
        jedoch  erfolgt  kein log-out (Abbrechen des Kermit auf  dem 
        Gro~rechner) aus dem Remote, soda~ Sie mit CONNECT jederzeit 
        wieder  zu  ihm zur}ckehren k|nnen.  Ebenfalls  werden  alle 
        benutzten Dateien geschlossen.



        KERMIT-BEFEHLE               - 5 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        PC:   Wenn   Sie  als  Local-Kermit  zu  einem  als   Server 
        arbeitenden Remote-Kermit auf einem PC sprechend den FINISH- 
        Befehl  eingeben,  wird der Server geschlossen,  jedoch  der 
        Kermit selbst nicht abgebrochen.

        10. Remote

        Nur Local -- Syntax: Remote Befehl

        Wenn  sie als local zu einem Remote-Kermit sprechen,  k|nnen 
        sie  festgelegte Befehle zum Remote-Server  geben.Falls  der 
        Server   diese   Befehle  nicht  versteht  (es  sind   alles 
        Optionen), wird eine Meldung wie z.B. "Unknown KERMIT SERVER 
        COMMAND"  erscheinen.Falls es verstanden wurde,  werden  die 
        Ergebnisse  geschickt und erscheinen auf dem  Bildschirm.Die 
        Remote-Befehle sind:

        CWD  (directory) Change Working Directory.  Falls kein  Name 
        vorgesehen ist,  wird der Server zum vorgegebenen  Directory 
        wechseln.Andernfalls  wird  ein  Passwort verlangt  und  der 
        Server  versucht  dann,  zu dem  festgelegten  Directory  zu 
        gelangen.Falls   dies   nicht   m|glich   ist,   wird   eine 
        entsprechende Nachricht erscheinen

        DELETE   Dateiname   L|scht  die  bezeichnete   Datei   oder 
        Dateiengruppe.Die  Namen  der gel|schten Dateien  erscheinen 
        auf dem Bildschirm.

        DIRECTORY  (Dateiname)  Die  Namen  der  Dateien,   die  zur 
        gegebenen Spezifizierung passen,  werden auf dem  Bildschirm 
        ausgegeben.Falls   keinen  Spezifizierung  eingetippt  wird, 
        erscheinen alle Dateien des aktuellen Directorie's.

        DISK   (directory)   Es   erscheinen   Angaben   }ber    die 
        Platzausnutzung  im laufenden Directory,  z.B.  die Belegung 
        und die freien Speichereinheiten.

        HELP Es erscheint eine Liste der verf}gbaren Funktionen.

        HOST  (Befehl) Der Befehl wird an den  Befehlsprozessor  des 
        Servers  weitergegeben  und das Ergebnis erscheint  auf  dem 
        Bildschirm.

        KERMIT  (Befehl)  Der eingegebene Befehl wird an den  Server 
        zur Ausf}hrung }bergeben. Dies ist n}tzlich, um SET's, LOG's 
        und andere Funktionen zu {ndern.

        RUN Programm-Name (command-line-Parameter) Nun l{uft auf dem 
        Remote-Rechner  das  gew}nschte Programm mit  der  gew{hlten 
        command-line. Das Resultat erscheint auf dem Bildschirm.

        PROGRAMM  (Befehl)  Der  Befehl greift  in  das  kurz  zuvor 
        gestartete  REMOTE RUN-Programm ein und gibt die  Ergebnisse 
        auf  dem Bildschirm aus. Falls kein Befehl eingegeben  wird, 
        wird  nur  das  Zeilenvorschubzeichen  (newline   character) 
        gesendet.

        TYPE  Dateiname  Ausgegeben wird der Inhalt der  gew}nschten 
        Datei.




        KERMIT-BEFEHLE               - 6 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        11. LOCAL

        Syntax: LOCAL Befehl

        Der gew{hlte Befehl wird auf dem local-System ausgef}hrt  -- 
        auf  dem  System,  das  sie adressieren und auf  dem  Kermit 
        l{uft.Diese Befehle sind dazu da,  um F{higkeiten des local-
        System   zur  Dateienverwaltung  zu  nutzen,   ohne   Kermit 
        verlassen  zu m}ssen.Am n}tzlichsten ist  diese  Eigenschaft 
        f}r Personal Computer.

        CWD (directory) Wechseln des Directory zum Angegebenen.

        DELETE  Dateiname Die Bezeichnete Datei  bzw.  Dateiengruppe 
        wird gel|scht.

        DIRECTORC (Dateiname) Es erscheint eine directory-Auflistung 
        der angegebenen Datei.

        Einige  Kermit-Programme haben diese Befehle im Syntax ihres 
        eigenen  System.Es kann sein,  da~ unterschiedliche  Kermits 
        auch verschiedene Local-Befehle besitzen.

        12. CONNECT

        Nur LOCAL -- Syntax: CONNECT (Terminalbezeichnung) 

        Dieser  Befehl  f}hrt  zum Einrichten  einer  Verbindung  am 
        anderen Ende  der  Leitung. Bei  PC's ist dies normalerweise 
        die  serielle Schnittstelle.Bei einem Gro~rechner m}~en  sie 
        eine  Terminalleitungsnummer  oder deren  andere  Festlegung 
        selber  entweder  innerhalb des CONNECT-Befehls selbst  oder 
        }ber SET LINE festlegen.Zur}ck zum local Kermit gelangen sie 
        mit   dem   escape-Zeichen  gefolgt   von   einem   einzigen 
        Befehlszeichen.Verschiedene Befehlszeichen sind m|glich:

        C Die Leitung wird geschlossen und man geht zur}ck

        S Es folgt eine Zustandsanzeige der Verbindung

        B Ein Break-Signal wird gesendet

        0 (zero) es wird ein 0-Zeichen gesendet

        P  Der Befehl geht an den Prozessor des local-Systems,  ohne 
           die Verbindung zu unterbrechen.

        Q Abschalten der Protokollierung des ]bertragungsvorgang

        R Einschalten der Protokollierung des ]bertragungsvorgang

        ? Auflistung aller m|glichen ein-zeichigen Argumente

        (escape-Zeichen)  Dr}cken  sie zweimal  das  escape-Zeichen, 
        wird eines an den Gro~rechner weitergeleitet.

        Sie  k|nnen  das  SET  ESCAPE-Kommando  dazu  benutzen,  ein 
        anderes escape-Zeichen daf}r festzulegen.Mit SET PARITY, SET 
        DUPLEX,SET FLOW-CONTROL und SET HANDSHAKE k|nnen sie die je- 
        weils zugeh|rigen Parameter neu einrichten oder ver{ndern.



        KERMIT-BEFEHLE               - 7 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        13. HELP

        Syntax: HELP

        Wenn  sie  HELP  alleine  eingeben,   erscheint  eine  kurze 
        Zusammenfassung  von  KERMIT  und  seinen   Befehlen,   auch 
        m|glicherweise  Anweisungen,wie  man an mehr Anweisungen  zu 
        speziellen    Themen    herankommt.Die    meisten    Kermit-
        Einrichtungen erlauben auch die Benutzung eines Fragezeichen 
        innerhalb  eines  Befehls,   um  eine  kurze  Hilfsnachricht 
        auszugeben.

        14. TAKE

        Syntax: TAKE Dateiname

        Es werden  Kermit-Kommandos in der mit Dateiname  festgeleg-
        ten Datei ausgef}hrt.Die Datei kann  jedes  g}ltige  Kermit- 
        Kommando    beinhalten,    nat}rlich   auch   andere   TAKE-
        Befehle.Mehrere  Befehle  k|nnen ebenfalls  enthalten  sein, 
        jedoch mu~ jeder Befehl in einer eigenen Zeile stehen. 

        15. EXIT,QUIT

        Syntax: EXIT

        Sie verlassen das Kermit-Programm.QUIT ist synonym zu EXIT.

        16. Der SET-Befehl

        Syntax: SET parameter (Option) (Wert)

        Generell   dient  dieser  Befehl  dazu,   die  verschiedenen 
        Parameter  f}r den Datentransfer und die  Terminalverbindung 
        festzulegen.In  dem Augenblick,  in dem ein  Dateientransfer 
        beginnt, tauschen die zwei Kermits automatisch spezielle An- 
        fangsinformationen aus,  mit denen jedes Programm das andere 
        mit  gewissen  Informationen }ber sich  selbst  versorgt.Mit 
        eingeschlo~en  ist die maximale  Paketgr|~e,  die  absetzbar 
        ist; die timeout-Dauer, die der andere Kermit benutzen soll; 
        die  Art und Anzahl der ben|tigten F}llzeichen;  das end-of-
        line-Zeichen,  um  jedes  Paket  abzuschlie~en;der  Typ  der 
        Block}berpr}fung;  die  gew}nschten Vorzeichen vor  Control-
        Zeichen;  "high bit"-Zeichen und wiederholte Zeichen.  Jedes 
        Kermit-Programm  hat  seine eigenen,  im  Vorraus  gesetzten 
        Werte f}r diese Parameter und man braucht sich normalerweise 
        nicht  um sie zu k}mmern.Sie k|nnen sie  sich mit dem  SHOW- 
        Befehl  sich  auf  den Bildschirm holen;das SET-Kommando ist 
        zur Anpassung an unterschiedliche Bedingungen gedacht.

        Folgende Parameter k|nnen mit SET bearbeitet werden:

        BAUD-RATE   Die Geschwindigkeit der Daten}bertragung 
        BLOCK-CHECK Die Methode der ]bertragungsfehlerermittlung
        DEBUGGING   Anzeigen ein- und ausgehender Pakete
        DELAY       Zeitspanne, bevor die ]bertragung beginnt
        DUPLEX      Art der Leitung, full oder half
        ESCAPE      Escape-Zeichen f}r die Terminalverbindung
        FILE        Festlegung von  Dateienparametern,  z.B.  ASCII 
                    oder Bin{r



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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        FLOW-CONTROL Auswahl der Flu~kontrollmethode, z.B. XON/XOFF
        HANDSHAKE   Festlegung des Zeichens am ]bertragungsende
        IBM         Herrichten zur Kommunikation mit IBM-Rechner
        INCOMPLETE  Art des Umgangs mit unvollst{ndigen Dateien
        LINE        Art der benutzten Leitung
        PARITY      Benutzung der Zeichenparit{t
        PORT        Schnittstellenauswahl      
        PROMPT      Eine [nderung des Programm-prompts ist m|glich
        RECEIVE     Verschiedene Parameter f}r den Dateienempfang
        RETRY       Zahl der ]bermittlungsversuchwiederholungen
        SEND        Verschiedene Parameter f}r das Dateiensenden

        Das  DEFINE-Kommando   kann   zum  Erstellen   von  "macros" 
        durch die Kombination verschiedener SET's erfolgen.Es  folgt 
        nun eine genaue Beschreibung der SET-Befehle.

        SET BAUD-RATE

        Mit  diesem  Befehl  k|nnen  sie die  Baud-Rate  (das  entspricht 
        ann{hernd Bits pro Sekunde) neu festlegen,  jenachdem welche  auf 
        ihrer  Leitung  m|glich ist.Die Art der Festlegung  unterscheidet 
        sich von System  zu  System. Systeme,  die  diesen  Befehl  nicht 
        kennen,erwarten, da~ die Baud-Rate schon vorher richtig au~erhalb 
        von Kermit festgelegt wurde.Beispielsweise ist dies beim PC 16-07 
        der Fall. 

        SET BLOCK-CHECK

        Kermit benutzt normalerweise eine 1-Zeichen-Block}berpr}fung nach 
        jedem  Packet  ("checksum").Der Sender des Paketes legt  auf  den 
        anderen  Zeichen des Blocks basierend die  Block}berpr}fung  fest 
        und  der  Empf{nger entschl}sselt dies auf die selbe  Weise.Falls 
        diese Anzahl }bereinstimmt, wird das Paket akzeptiert und mit der 
        ]bertragung  fortgesetzt.Falls sie sich unterscheiden,  wird  das 
        Paket zur}ckgewiesen und nochmals }bertragen.
        Jedoch  ist  der  block-check keine  idiotensichere  Methode  zur 
        Fehlerentdeckung.Das  normale Kermit-Zeichen zum block-check  ist 
        nur  6 Bit lang,die anderen werden von selbst  aufgef}llt.Ist  es 
        also  nur auf 6 Bit genau,  dann gibt es eine  Wahrscheinlichkeit 
        von  1/64,  da~ ein Fehler auftreten kann,  der im checksum nicht 
        entdeckt   wird,   vorausgesetzt,   da~  alle   Irrt}mer   gleich 
        wahrscheinlich sind.
        Mit  dem SET BLOCK-CHECK kann die Wahrscheinlichkeit eines  nicht 
        erkannten  Irrtums herabgesetzt werden,  freilich auf Kosten  der 
        ]bermittlungsgeschwindigkeit.Es  werden nun sch{rfere  Kontrollen 
        installiert.Beachten  sie  bitte,   da~  alle  3  Methoden  jeden 
        einzelnen  Bit-Fehler  entdecken und auch jeden Fehler  in  einer 
        ungewissen Anzahl von Bits.Die Optionen sind:

        1-CHARAKTER-CHECKSUM Das normale 1-Zeichen 6-Bit-checksum

        2-CHARACTER-CHECKSUM  Dieses checksum besteht aus 2 Zeichen  bzw. 
        12 Bit.Die Wahrscheinlichkeit einer Nichtentdeckung eines Fehlers 
        liegt  bei  1/4096,  jedoch wird zu jedem Paket ein  zus{tzliches 
        Zeichen hinzugef}gt.

        3-CHARACTER-CRC    Dahinter   verbirgt   sich   eine    zyklische 
        Fehler}berpr}fung  im CCITT-Format,  bestehend aus 3 Zeichen  mit 
        insgesamt 16 Bit.  Zus{tzlich zu den Fehlern in jeder  beliebigen 
        Anzahl  von Bits entdeckt diese Methode auch  2-Bit-Fehler,  alle 
        falschen Signalb}ndel,  die 16 Bits oder k}rzer sind und mehr als 


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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        99,99%  aller  m|glichen l{ngeren Folgen.Zu jedem Paket werden  2 
        Zeichen hinzugef}gt.


        Das  1-Zeichen-checksum  hat sich in der  Praxis  als  vollkommen 
        ausreichend  erwiesen,  wesentlich  effektiver als  eine  lineare 
        Analyse  anzeigen  w}rde,  weil  eben nicht  alle  Fehler  gleich 
        wahrscheinlich  sind.So  reicht das einfache checksum  vollkommen 
        aus, die typischen Fehlerarten einer normalen Telekommunikations- 
        leitung  aufzusp}ren.Die anderen Methoden sollten nur  bei  einer 
        sehr gest|rten Leitung angewendet werden.
        Beachten sie bitte,  das die 2- und 3-Zeichen}berpr}fung nicht in 
        allen Kermitversionen enthalten ist.Falls der andere Kermit nicht 
        in  der  Lage ist,  die genaueren Block}berpr}fungen  umzusetzen, 
        dann wird beim Transfer automatisch die normale Methode benutzt.

        SET DEBUG

        Syntax: SET DEBUG Option

        Damit wird der Paketverkehr aufgezeichnet,  und zwar entweder auf 
        dem Bildschirm oder in einer Datei.Die Optionen sind:

        STATES   Zeigt den Ablauf der ]berg{nge und Paketzahl an (kurz)

        PACKETS  Zeigt jedes eingehende/ausgehende Paket an (lang)

        LOG-FILE  So  werden die ausgew{hlten Informationen (STATES  oder 
                  PACKETS) in eine festgelegte Datei eingegeben.Falls die
                  Datei nicht n{her bezeichnet wird,  wird das  Terminal, 
                  falls es local ist, benutzt.

        OFF       Es  werden keine Testinformationen angezeigt (dies ist      
                  der  Standard).Falls ein Test am laufen  war,  stoppen 
                  sie ihn und schlie~en sie alle Eingabedateien.

        ON        Wie PACKETS

        Bei  den jeweiligen Kermitvarianten sind nicht immer alle  DEBUG- 
        Optionen  m|glich.So ist zum Beispiel beim MS-Kermit oder CP/M-86 
        nur ON oder OFF m|glich.

        SET DELAY

        Syntax: SET DELAY Zahl 

        Es  wird festgelegt,  wieviele Sekunden gewartet wird,  bevor das 
        erste Paket nach einem SEND-Befehl losgeschickt wird.Benutzt wird 
        es  im  remote und beim Dateienschicken zu  dem  local-Kermit.Sie 
        haben   so   Zeit,zur}ck  zu  gehen  und   das   RECEIVE-Kommando 
        einzugeben.Im local und im Server verz|gert Kermit vor dem ersten 
        Paket nicht.

        SET DUPLEX

        Syntax: SET DUPLEX Schl}sselwort

        Zum CONNECTen an ein remote-System brauchen sie diesen Befehl.Die 
        Wahl des Schl}sselworts kann nur FULL oder HALF sein.FULL bedeutet, 
        da~ das remote-System als "Echo" alle Zeichen aufnimmt,  die  sie 
        eingeben.HALF  bezieht  sich  auf das  local-System. FULL ist der 


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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Standard,den  auch die meisten Gro~rechner benutzen.HALF ist z.B. 
        notwendig,  wenn  sie an einen IBM-Gro~rechner gehen.Half  duplex 
        wird auch "local echo" genannt.

        SET ESCAPE

        Syntax: SET ESCAPE Zeichen

        So k|nnen sie das Zeichen festlegen,  das sie benutzen wollen, um 
        von einer remote- bzw. CONNECT-Verbindung zur}ck zu  Ihrem Kermit 
        zu kommen.Normalerweise ist das ein Zeichen,welches in aller Regel 
        nicht   benutzt  wird.   Sie  k|nnen  ein  Zeichen   Ihrer   Wahl 
        angeben.Dieses  wird  dann  als Escape-Zeichen  verwendet  (siehe 
        CONNECT-Befehle).Beim PC 16-07 und PC 16-11 ist das als  Standard 
        ein Control-T.

        SET FILE

        Syntax: SET FILE Parameter Schl}sselwort

        Hiermit  werden  dateibezogene Parameter festgelegt.Abh{ngig  von 
        den  Eigenheiten  des jeweiligen System kann es  notwendig  sein, 
        Kermit anzuweisen,  wie er eine ausgehende Datei von der Diskette 
        holen  soll oder wie er eine Eingehende ablegen soll.Die g}ltigen 
        Parameter, die Sie mit diesem Befehl festlegen, k|nnen von System 
        zu  System  unterschiedlich  sein.Halten Sie sich  bitte  an  die 
        Angaben in dem systembezogenen Teil.Der Befehl kann sehr  wichtig 
        sein,   falls  Sie  Bin{rdateien  }berspielen  wollen,   f}r  die 
        ]bertragung von Textdateien ist er jedoch meistens unn|tig.

        SET FLOW-CONTROL

        Syntax: SET FLOW-CONTROL Option

        Der  Befehl  ist  notwendig zur Kommunikation  mit  FULL  DUPLEX-
        Systemen.Eine Flu~kontrolle auf System-Ebene ist f}r das  Kermit-
        Protokoll nicht notwendig,  aber kann bei der Benutzung hilfreich 
        sein. Die gebr{uchlichste Art der Flu~kontrolle bei FULL DUPLEX-
        Systemen  ist  XON/XOFF.Die  Festlegung  mu~  jedoch  auf  beiden 
        Systemen gleich sein.

        SET HANDSHAKE

        Syntax: SET HANDSHAKE Option

        Angewendet  bei  der  Kommunikation mit  HALF  DUPLEX-Systemen.Es 
        erm|glicht Ihnen,  das Leitungsdurchlaufzeichen festzulegen,  da~ 
        der  HALF  DUPLEX-Host  sendet,   um  anzuzeigen,  da~  er  seine 
        ]bertragung beendet hat und Ihre ]bertragung erlaubt ist.Wenn ein 
        handshake gesetzt wird,  wird Kermit kein Paket senden,  ehe  der 
        HALF DUPLEX Host nicht das festgelegte Zeichen gesendet hat (oder 
        ein timeout erfolgt ist).Die Optionen k|nnen umfassen:

        NONE    Kein  Handshake;   jedes  vorher  gesetzte  Zeichen  wird 
                annulliert.

        XOFF    Control-S

        XON     CONTROL-Q

        BELL    Control-G


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        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        CR      Carriage Return, Control-M

        LF      Linefeed (Zeilenvorschub), Control-J

        ESC     Escape, Control-[

        SET INCOMPLETE

        Syntax: SET INCOMPLETE Option

        Sie legen fest,  was gemacht werden soll,  wenn ein Dateitransfer 
        mi~lingt, bevor er vollst{ndig ist.Die Optionen sind DISCARD (das 
        ist der Standard) und KEEP.Falls Sie KEEP w{hlen,  dann wird auch 
        der unvollst{ndige Teil eines mi~lungen Transfers }bernommen.

        SET LINE

        Syntax: SET LINE (Terminal-Bezeichnung)

        Dieser  Befehl gilt nur f}r Gro~rechner-Kermits.Mit ihm wird  die 
        Leitung  festgelegt.Dadurch wird das Programm in den  Local-Modus 
        versetzt und eine ]bertragung wird m|glich.

        SET PORT

        Syntax: SET PORT Terminal-Bezeichnung

        Mit  diesem BEFEHL wird die Schnittstelle f}r den Dateientransfer 
        bzw. CONNECT festgelegt.Dieser Befehl gilt f}r PC-Kermits, die im 
        local-Modus  laufen.SET  PORT {ndert nicht  den  Status,  sondern 
        w{hlt einfach eine andere Schnittstelle f}r eine local-Operation. 
        Es  kann  notwendig sein,  da~ Sie nach dem Umschalten  auf  eine 
        zuvor   noch  nicht  benutzte  Schnittstelle  ein  SET  BAUD-RATE 
        durchf}hren m}~en (z.B. beim MS-KERMIT).

        SET PARITY

        Syntax: SET PARITY Schl}sselwort

        Parit{t ist eine Technik, die bei der Kommunikation benutzt wird, 
        um   Fehler  zu  entdecken . Dabei   wird   das    "8.Bit"  jedes 
        Zeichens  als  Kontroll-Bit  f}r  die  anderen  7  benutzt.KERMIT 
        wendet  die  Block}berpr}fung an,  um Fehler auf  Paket-Basis  zu 
        entdecken;deswegen  wird keine Zeichenparit{t benutzt.Jedoch  ist 
        es m|glich,  da~ einige Systeme,  auf denen Kermit l{uft und  mit 
        dene  Sie kommunizieren,  diese Parit{t besitzen.Falls Ihr Kermit 
        das nicht wei~,  werden die ankommenden Daten ver{ndert sein  und 
        die  Block}berpr}fung wird ein negatives Ergebnis  hervorbringen, 
        soda~ die Pakete abgelehnt werden.
        Falls  Parit{t  benutzt  wird,  m}~en beide  Kermit's  informiert 
        werden,  soda~  die gew}nschte Parit{t zu den ausgehenden Zeichen 
        hinzuaddiert  und von den Eintreffenden entfernt werden  kann.SET 
        PARITY  sollte  zur Kommunikation mit  mit  Gro~rechnern  nenutzt 
        werden,  die  eine solche Parit{t ben|tigen bzw.  durch Bausteine 
        oder  Leitungen  dazu gezwungen sind.Beide Kermit's  sollten  die 
        selbe  Parit{t haben.Einmal festgelegt,  wird sie sowohl f}r  die 
        Verbindung  (CONNECT)  als auch den  Transfer  (SEND,RECEIVE,GET) 
        benutzt.
        Die Wahlm|glichkeiten f}r SET PARITY sind:

        NONE    8 Datenbits und kein Parit{tsbit (Standard)


        KERMIT-BEFEHLE               - 12 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        MARK    7 Datenbits und ein auf 1 gesetztes Parit{tsbit

        SPACE   7 Datenbits und ein auf 0 gesetztes Parit{tsbit

        EVEN    7 Datenbits und ein Parit{tsbit f}r eine gerade Parit{t

        ODD     7 Datenbits und ein Parit{tsbit f}r eine ungerade Parit{t

        NONE bedeutet, da~ kein Parit{tsproze~ erfolgt und da~ das 8. Bit
        jedes  Zeichen als Datentr{ger beim Bin{rdateientransfer  benutzt 
        werden kann.
        Falls Sie die Parit{t auf ODD,EVEN,MARK oder SPACE gesetzt haben, 
        dann  werden  weiterentwickelte  Kermitversionen  verlangen,  da~ 
        Bin{rdateien  mit  8-Bit-Vorzeichen  gesendet  werden.Falls   der 
        Kermit  am  anderen Ende mit dem 8-Bit-Vorzeichen  umgehen  kann, 
        dann  k|nnen  Bin{rdateien  tats{chlich  erfolgreich  }bermittelt 
        werden.Mit NONE ist ein solches Vorzeichen nicht notwendig.

        SET PROMPT

        Sie   haben  die  m|glichkeit,   den  Prompt  des  Programms   zu 
        {ndern.Dies ist besonders n}tzlich,  wenn Sie Daten zwischen zwei 
        gleichen  Systemen  }bermitteln.  In diesem Fall k|nnen  Sie  die 
        Prompts ver{ndern, um angemessene Informationen zu erlangen.

        SET SEND

        Syntax: SET SEND Parameter

        Zur Parameterfestlegung f}r ausgehende Pakete, wie folgt:

        END-OF-LINE Zeichen
                  Hier   geben  Sie  das  ASCII-Zeichen  ein,   da~   als 
                  Schlu~stein f}r Pakete benutzt wird,  im Normalfall ist 
                  es  das carriage return.Sie brauchen diesen Befehl  nur 
                  f}r  Systeme,  die ausdr}cklich ein anderes Zeichen als 
                  das carriage return verlangen 

        PACKET-LENGTH Zahl
                  Hier   wird  die  maximale  Paketl{nge  zum   Versenden 
                  festgelegt,  zwischen 10 und 94.Eine Verk}rzung hat den 
                  Vorteil,  da~  mehr Pakete ohne Fehler bei  einer  sehr 
                  gest|rten  Leitung durchkommen.Eine Verl{ngerung erh|ht 
                  den Durchsatz bei sauberen Leitungen 

        TIMEOUT Zahl
                  Die   Anzahl   der  Sekunden,   die   man   auf   einen 
                  Wiederholungsversuch einer ]bermittlung warten mu~ 

        PAUSE Gleitpunktzahl
                  Die   Anzahl   der  Sekunden,   bevor  jedes   einzelne 
                  Datenpaket  gesendet wird.Bei einem anderen Wert als  0 
                  er|ffnet    es   einigen   langsamen    Systemen    die 
                  M|glichkeit,Pakete   abzulegen,   bevor   das   n{chste 
                  kommt.Als Standard gilt jedoch der Wert 0

        PADDING Zahl,PADCHAR Zeichen
                  Festlegung,  wieviel  gepuffert werden mu~,  bevor  ein 
                  neues  Paket  kommt,  falls  das  andere  System  diese
                  Pufferung ben|tigt.Der Standard betr{gt auch hier 0 und 
                  NUL (0) als das puffernde Zeichen.


        KERMIT-BEFEHLE               - 13 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        QUOTE Zeichen    
                  Die Angabe des druckbaren Zeichen, welches  einem  Con-  
                  trol-Zeichen vorrausgeschickt wird, normalerweise immer 
                  immer  #(43).  Es  sollte keinen Grund geben,  dies  zu 
                  {ndern.
                  
        START-OF-PACKET Zeichen
                  Das    Start-of-packet-Zeichen    ist    das    einzige 
                  Kontrollzeichen,  das  Kermit normalerweise benutzt.Das 
                  Standardzeichen ist Control-A.Falls dieses Zeichen  f}r 
                  ihre  Hard- oder Software ein Problem  darstellt,  dann 
                  k|nnen  Sie  diesen Befehl dazu benutzen,  ein  anderes 
                  Zeichen  festzulegen.Sie m}~en auch den  entsprechenden 
                  Befehl (SET RECEIVE START-OF-PACKET) dem anderen Kermit 
                  eingeben,  immer vorrausgesetzt, da~ dieser diesen auch 
                  versteht.

        SET RECEIVE

        Syntax: SET RECEIVE Parameter

        Dies  sind  Parameter,  die von  eintreffenden  Paketen  entweder 
        gefordert oder erwartet werden.
        Die  Parameter  sind  exakt die gleichen wie bei  den  SET  SEND-
        Befehlen.

        SET RETRY

        Syntax: SET RETRY Option Zahl

        Hier wird die H|chstzahl der ]bermittlungswiederholungen im Falle 
        einer nicht gelungenen ]bertragung festgelegt. 

        INITIAL-CONNECTION
                  Die  Zahl der Versuche,  eine Verbindung  herzustellen, 
                  bevor Kermit aufgibt,im allgemeinen ca. 15

        PACKETS        
                  Die  Zahl  der  Versuche,   ein  bestimmtes  Packet  zu 
                  }bermitteln,  meistens ca. 5. Falls die Leitung gest|rt 
                  ist, ist es sinnvoll, diesen Wert hinaufzusetzen.

        17. Define

        Syntax: DEFINE macroname (SET-Parameter)

        Damit  ist es m|glich,  in ein macro gebr{uchliche Parameter  von 
        SET-Befehlen    hineinzuschreiben   und   diese    unter    einem 
        Schl}sselwort ihrer Wahl abzuspeichern.Der SET-Parameter ist eine 
        Liste  von  ein  bis  mehreren  SET-Optionen,  die  durch  Kommas 
        getrennt  sind.Falls  Sie  Kermit  dazu  benutzen,  mit  mehreren 
        verschiedenen Systemen zu kommunizieren,  dann ist es ratsam, f}r 
        jedes System sich ein macro zusammenzustellen, z.B.:

        DEFINE TELENET PARITY MARK,RECEIVE TIMEOUT 20

        Sie k|nnen nun einfach SET TELENET eingeben,  Sie haben dann alle 
        Parameter  mit einem einzigen Befehl installiert.Eine andere  Art 
        der  Verwendung  ist  f}r  eine rasche  Anpassung  an  ver{nderte 
        Leitungsbedingungen:



        KERMIT-BEFEHLE               - 14 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        DEFINE NOISY BLOCK-CHECK 2, SEND PACKET-LENGTH 60, RETRY PACKET 9
        Sie   k|nnen  ein  macro  genauso  umdefinieren,   wie   Sie   es 
        einrichten.Sie k|nnen es entfernen,  indem Sie einfach ein leeres 
        DEFINE eingeben,  z.B.  DEFINE IBM.  Eine vollst{ndige Auflistung 
        aller Ihrer macros erhalten Sie mit SHOW MACROS.
         
        18. SHOW

        Syntax: SHOW (Option)

        Das   SHOW-Kommando  dient  dazu,   die  tats{chlich  benutzbaren 
        Parameterwerte,   die   mit   SET   eingegeben   werden   k|nnen, 
        anzuzeigen.Falls  keine bestimmte Option angefordert  wird,  wird 
        eine  vollst{ndige Anzeige eingespielt.Der SHOW-Befehl ist  nicht 
        bei allen Kermits vorhanden bzw. ist nur teilweise realisiert.

        19. STATUS

        Syntax: STATUS

        Dient zur Anzeige aller eingestellten Parameter.

        20. STATISTICS

        Es  werden  statistische Werte }ber den  letzten  Dateientransfer 
        angegeben, so z.B. die Gesamtzahl aller Zeichen, die tats{chliche 
        Baud-Rate usw.

        21. LOG

        Syntax: LOG (option) (Dateiname)

        Die  durch  die Option gew{hlten Daten werden in  die  angegebene 
        Log-Datei eingegeben.

        TRANSACTIONS  Nach  diesem  Befehl  tr{gt  Kermit  in  die  Datei 
        Transaktionen ein, so z.B. welche Datei erfolgreich gesendet bzw.
        empfangen wurde und welche nicht.Eine solche Aufzeichnung ist vor 
        allem bei langen, unbeaufsichtigten Mehrdateientransfer sinnvoll.

        SESSION  Es  wird eine Abschrift  einer CONNECT-Sitzung  erstellt  
        in die festgelegte Datei,  wenn Sie mit einem Local-Kermit an ein 
        Remote-System  angeschlossen  sind.Die Eintragung  wird  beendet, 
        wenn  die Leitung geschlossen wird.In einigen Versionen kann  das 
        Log-In durch die Eingabe des connect-escape-Zeichen gefolgt von Q 
        (Ende  des  Log-In),  R  (Anfang des Log-In)  oder  {hnlichen  1-
        Zeichen-Befehlen   "angeschaltet"   werden.Dieser   Befehl    ist 
        n}tzlich,   um   den   Dialog  mit  einem   interaktiven   System 
        aufzuzeichnen  und  um  solche Dialoge zu "klauen",und  zwar  von 
        Systemen,  die  keinen  Kermit haben.Jedoch kann  keine  Garantie 
        abgegeben werden, da~ die Datei korrekt oder vollst{ndig ankommt, 
        da keine Fehler}berpr}fung stattfindet.

        DEBUGGING  In  der  festgelegten  Datei  werden  die  Testabl{ufe 
        aufgezeichnet.Es k|nnen verschiedene  Optionen,  die  gew}nschten 
        Informationen auszuw{hlen -ganze  Pakete,Zustandsbeschreibungen-, 
        gew{hlt werden mit Hilfe der SET DEBUGGING-Befehle.

        Die  Angabe von (Option) ist nicht bei allen Kermit's  m|glich.So 
        dient der Log-Befehl z.B.  beim MS-Kermit nur zur Definition  des 
        Dateinamens f}r SESSION-Logging.


        KERMIT-BEFEHLE               - 15 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        22. TRANSMIT

        Syntax: TRANSMIT Dateiname

        Der Inhalt der gew{hlten Datei wird an das  andere  System  blind 
        gesendet,d.h.  ohne Protokoll,  Pakete,    Fehlermeldungen    und 
        Wiederholungen.Dieser  Befehl ist vonn|ten,  um Standard-log-on's 
        oder Verbindungssequenzen,  und nat}rlich auch Dateien an Systeme 
        zu schicken,  die keinen Kermit haben.Es kann keine Garantie  auf 
        vollst{ndige  und  korrekte ]bermittlung gegeben werden.Wenn  die 
        Datei  angenommen  wird,  betreibt das  Zielsystem  normalerweise 
        einen Text-Editor im Text-Collection-Modus.



















































        KERMIT-BEFEHLE               - 16 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


                                  MS-DOS KERMIT

        MS-Kermit's F{higkeiten auf einen Blick:

             Local-Modus                                       ja
             Remote-Modus                                      ja
             Textdateien}bertragung                            ja
             Bin{rdateien}bertragung                           ja
             Senden von wildcard-Dateien                       ja
             ^X/^Y-Unterbrechung                               ja
             Keine Dateinamen-Kollision                        ja
             Timeout-F{higkeit                                 ja
             8.-Bit-Vorzeichen                                 ja
             Wiederholung der Z{hlvorzeichen                   ja
             Abwechselnde Block}berpr}fung                     ja
             Terminal-Emulation                                ja
             Kommunikationsparameter                           ja
             ]bermittlung von BREAK                            ja
             Kommunikation mit IBM-Gro~rechner                 ja
             TRANSACTIONS-Loggen                               nein
             SESSION-Loggen                                    ja
             Reihen}bertragung                                 nein
             Server-F{higkeit                                  ja
             Server-Kommunikation                              ja
             Erweiterte Serverfunktionen                       nein
             Erweiterte Befehle an Server                      ja
             Dateienverwaltung im Local                        ja
             Bearbeiten von Dateienattributen                  nein
             Befehls/init-Dateien                              ja
             Befehls-macros                                    ja
             
        F}r die Anwendung auf den SIEMENS Personal Computern PC 16-11 und 
        PC  16-07  wurde  die Ursprungsversion des  CP/M-Kermit  auf  die 
        Hardware- und   Betriebssystembedingungen  angepa~t.Dabei  wurden 
        auch einige Korrekturen an der Benutzeroberfl{che vorgenommen.
        F}r  den  PC  16-05 steht der originale MSKERMIT  f}r  MS-DOS  in 
        seiner unver{nderten Form zur Verf}gung, welcher auch unter CCP/M 
        86 im PC-Mode lauff{hig ist.

        Diese Beschreibung bezieht sich nur auf den MSKERMIT f}r PC 16-05 
        und PC 16-20.

        1. Das MS-DOS-Dateiensystem

        F}r den Kermitbenutzer ist die Form der Dateienbennenung von 
        gro~em   Interesse,    da   durch   das   Pfadsystem   einen 
        Dateiengruppe   sehr   viel  einfacher  beschrieben   werden 
        kann.Eine Dateibezeichnung sieht folgenderma~en aus:

        Buchstabe:/Pfadname/Dateiname.Typ

        Gesucht  wird  nach einer Datei,  indem Kermit  zun{chst  im 
        aktuellen  Pfad sucht.Findet er nichts,  verl{~t er ihn  und 
        sucht normal weiter.Deswegen reicht die Angabe von  Name.Typ 
        normalerweise  aus,  eine  Datei zu finden,  und  nur  diese 
        Angaben einer Datei schickt Kermit bei der ]bertragung.
        Der  erste  Buchstabe des Dateinamens  "identifiziert"  eine 
        Datei.MS-DOS erlaubt es, Dateiengruppen zu schicken, die nur 
        durch einen Buchstaben und/oder wildcard-Zeichen bestehen.
        Beachten  Sie  bitte,  da~  MS-Kermit das  Fragezeichen  als 
        Hilfszeichen   zur   Befehlssuche   benutzt,    soda~    die 


        MS-DOS KERMIT                - 1 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Datebezeichnung durch ein Zeichen mit "=" erfolgen mu~.

        2. Dateienformat

        MS-DOS-Systeme  legen Dateien als Blocksammlungen von 8-Bit-
        Bytes ab,  ohne Unterschiede zwischen Texten, Programm-Codes 
        und Bin{rdateien zu machen. Weil einige empfangende Systeme, 
        die  nicht unter MS-DOS laufen,  Typbezeichnungen  brauchen, 
        m}ssen  Sie einige SET-Befehle anwenden,  um  dem  Empf{nger 
        klarzumachen,  welcher  Typ jetzt gerade ankommt.Zwischen  2 
        MS-DOS-Systemen  ist  dies nicht notwendig,  da die  Systeme 
        alle Zeichen "unwissend" akzeptieren.

        Anders  als  CP/M ist MS-DOS in der Lage,  das Ende  einer  Datei 
        genau festzulegen, indem es ein Z{hlbyte im directory h{lt, soda~ 
        hier  normalerweise keine Verwirrungen auftreten.  Jedoch gibt es 
        einige  MS-DOS-Programme,   die  weiterhin  die   CP/M-Konvention 
        benutzen,    eine    Textdatei   mit   einem    Control-Z-Zeichen 
        abzuschlie~en.Diese   arbeiten   nicht   korrekt,    bis   dieses 
        Schlu~zeichen   auftaucht.Deswegen   sollten   MS-Kermit-Benutzer 
        darauf  eingerichtet  sein,  eine  spezielle  SET  EOF-Option  zu 
        benutzen,  und  zwar sowohl f}r eintreffende als auch  ausgehende 
        Dateien.
        Nicht-MS-DOS-Systeme  k|nnen auch durch unnormale  ASCII-Dateien, 
        die   von   einem  MS-Kermit   kommen,   durcheinander   gebracht 
        werden.Z.B. k|nnen mit Easywriter oder Wordstar erstellte Dateien 
        nicht   "passen",   soda~   sie  zuerst  in  das  normale  ASCII- 
        Format  }berf}hrt  werden   m}~en.   Normalerweise     ben|tigen 
        Kalkulationstabellen  und Datenbasen eine spezielle Formatierung, 
        um von Nicht-MS-DOS-Empf{ngern verstanden zu werden,  obwohl  sie 
        zwischen  MS-DOS-Systemen mit MS-Kermit laufen.Des Weiteren  gibt 
        es Dateien,  die von Textverarbeitungssystemen wie BLUE oder Easy 
        Writer erstellt wurden,  die am Dateienende nach Control-Z,  aber 
        vor dem physischen Ende Formatierdaten ablegen.Damit Diese Nicht-
        MS-DOS-Benutzer nicht verwirren,  ist ein spezielles Vorgehen mit 
        SET EOF notwendig.

        3. Programmablauf

        MS-Kermit  kann  interaktiv,  von einer batch-Datei aus oder  mit 
        einem  externen DOS-Befehl gestartet werden.Die Befehle  bestehen 
        aus  einem  oder  mehreren  Feldern,  die  durch  "wei~e  Felder" 
        - ein oder mehrere Leerzeichen oder tabs - unterteilt werden.
        Beim ersten Starten f}hrt das Programm jeden Befehl aus,  den  es 
        in  der  Datei MSKERMIT.INI auf dem jeweiligen Pfad  findet.Diese 
        Anfangsdatei kann Macrodefinitionen,  Kommunikationsparameter f}r 
        eine  oder  mehrere  Schnittstellen  oder  irgend  einen  anderen 
        MS-Kermit enthalten.Hier ein Beispiel:

        SET WARNING ON    ;  Nun treten keine Dateinamen}berschreibungen  
        ;                    auf
        ; Definition von einigen macros
        ;
        DEFINE UNIX SET LOCAL-ECHO OFF, SET FLOW XON, SET TIMER OFF
        DEFINE  IBM SET PARITY ODD, SET LOCAL ON, SET HANDSH XON 
        DEFINE MODEM SET PORT 2, SET BAUD 1200
        DEFINE NOISY SET BLOCK-CHECK 3, SET SEND PACKET-LENGTH 40
        ;





        MS-DOS KERMIT                - 2 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        ; Auswahl einer Schnittstelle
        ;
        SET PORT 1        ; Auswahl von COM1 zur Kommunikation
        SET BAUD 4800     ; Umsetzen auf 4800 baud
        CONNECT           ; Verbindung zum anderen Rechner

        Beachten  Sie  bitte,   da~  Kommentare,   abgegrenzt  durch  ein 
        Semikolon,  mitausgegeben  werden k|nnen.Das Programm selbst kann 
        auf verschiedene Art und Weise betrieben werden.





        Interaktiver Betrieb 

        Um Kermit interaktiv zu betreiben, rufen Sie das Programm von der 
        DOS-Befehlsebene  durch  das Eingeben von MSKERMIT  auf.Wenn  der 
        Befehlsprompt erscheint, z.B.

        KERMIT-MS>

        dann  k|nnen  Sie solange Kermit-Befehle eingeben,  bis  Sie  zum 
        Verlassen des Programms bereit bzw. willens sind, z.B.

        C>
        C>MSKERMIT

        IBM PC KERMIT-MS V2.26
        TYPE ? FOR HELP

        KERMIT-MS>SEND FOO.*     
                  Nachricht }ber die zu sendende Datei
        KERMIT-MS>GET BAR.*
                  Nachricht }ber die zu empfangende Datei

        KERMIT-MS>EXIT
        C>

        W{hrend interaktiven Abl{ufen k|nnen Sie in einen Befehl, den Sie 
        gerade eingeben,  das zuletzt eingegebene Zeichen (BACKSPACE oder 
        DEL),  das  letzte Feld (CTRL-W) oder den ganzen Befehl  (CTRL-U) 
        l|schen.Zus{tzlich  k|nnen  Sie  w{hrend der  Befehlseingabe  das 
        Fragezeichen  und  Escape benutzen.Das Fragezeichen  dient  - wie 
        bekannt - zur Befehlsauflistung.Die Eingabe von Escape,  und zwar 
        egal  an  welcher  Stelle  der  Eingabe,   f}hrt  dazu,  da~  das 
        gegenw{rtige Feld aufgef}llt wird,  falls das bisher  Eingegebene 
        zur  Identifizierung  ausreicht.Sie  sind nun in  der  Lage,  das 
        n{chste  Feld  zu  beschreiben  oder  z.B.  das  Fragezeichen  zu 
        benutzen.Andernfalls piepst das Programm Sie an und erwartet  von 
        Ihnen eine neuerliche Eingabe.

        Einige MS-Kermit-Befehle wie GET,  SHOW KEY und SET KEY ben|tigen 
        zus{tzliche  Informationen  in den folgenden  Zeilen.Falls  Ihnen 
        eine  solche Anforderung erscheint,  aber diesen Befehl nicht zur 
        Ausf}hrung kommen lassen wollen, k|nnen Sie Control-C eingeben.







        MS-DOS KERMIT                - 3 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Zusammenfassung der MS-Kermit-Befehlszeichen:

        BACKSPACE      L|scht das zuletzt eingegebene Zeichen.Kann  auch 
                       mehrfach  eingegeben werden,  um weiter zur}ck  zu 
                       gehen

        CTRL-W         Es  wird das zuletzt eingegebene Wort  oder  Feld 
                       gel|scht

        CTRL-U         L|schen der gesamten Befehlszeile

        CTRL-C         Stoppt  den  laufenden Befehl kehrt  zum  Kermit-
                       Prompt zur}ck.

        ?              Es wird eine kurze Meldung ausgegeben, was Sie in 
                       das laufende Feld eingeben sollen.


        ESC            Falls  gen}gend  Zeichen  in  das  aktuelle  Feld 
                       (Dateiname  oder Schl}~elwort) eingegeben  wurden, 
                       um  es zweifelsfrei zu  identifizieren,  wird  bei 
                       Eingabe   von   ESCAPE  das   Feld   selbstst{ndig 
                       aufgef}llt  und zum n{chsten Feld  weitergegangen. 
                       Andernfalls ert|nt ein Piepser.

        =              "wildcard"-Zeichen,  um einzelne Zeichen festzule- 
                       gen.Entspricht dem Fragezeichen von MS-DOS.

        Befehlszeilenaufruf

        MS-Kermit  kann  auch  mit Befehlszeilenargumenten von  der  DOS-
        Befehlsebene aufgerufen werden, zum Beispiel

             C>KERMIT SEND FOO.BAR
        oder
             C>KERMIT SET PORT 1, SET BAUD 4800, CONNECT

        In  diesem Fall k|nnen Sie keine Hilfe oder Auswertung  erhalten, 
        da das Programm nicht laufen wird, ehe Sie nicht die vollst{ndige 
        Befehlszeile  eingegeben haben.Kermit steigt auch  sofort  wieder 
        aus,  wenn der spezielle Befehl ausgef}hrt wurde.Deswegen verh{lt 
        sich  Kermit bei Befehlszeilen so,  als w{re es ein externes DOS-
        Kommando.Beachten   Sie  bitte,   das  mehrere  Befehle  in   der 
        Befehlszeile stehen k|nnen, die durch Kommas getrennt sein m}~en.

        Stapelbetrieb

        Wie die anderen MS-DOS-Programme kann MS-Kermit im  Stapelbetrieb 
        laufen,  entweder  mit Befehlszeilenargumenten und/oder mit TAKE. 
        Kermit  l{uft  auch interaktiv,  falls er vom  Stapel  aufgerufen 
        wird,  nimmt aber die Befehle von der Tastatur und nicht von  der 
        Stapeldatei an.

        4. MS-Kermit-Befehle

        MS-Kermit  besitzt eine gro~e Anzahl der Befehlsm|glichkeiten des 
        "idealen" Kermit.Hier alle auf einen Blick:

        BYE, CLOSE, CONNECT, DEFINE, DELETE, DIRECTORY, DO, EXIT, FINISH, 
        GET,  HELP, LOCAL, LOG, LOGOUT, PUSH, QUIT, RECEIVE, REMOTE, RUN, 
        SEND, SERVER, SET, SHOW, SPACE, STATUS, TAKE .


        MS-DOS KERMIT                - 4 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Der folgende Abschnitt konzentriert sich auf die Befehle,  die im 
        MS-Kermit  eine  besondere  Form oder  eine  spezielle  Bedeutung 
        haben.Nicht alle der folgenden Befehle sind notwendigerweise  auf 
        allen  MS-DOS-Systemen erh{ltlich und einige Befehle k|nnen etwas 
        anders auf verschiedenen DOS-Versionen laufen.

        5. Befehle zum Dateientransfer

        Die Datentransfer-Befehle sind SEND, GET und RECEIVE

        Syntax: SEND Dateiname1 (dateiname2)

        Der  Send-Befehl  veranla~t  die ]bermittlung  einer  Datei  oder 
        Dateiengruppen vom local-MS-DOS-System zum Kermit auf dem Remote-
        System.Der  Remote-Kermit  kann  sowohl im  Server- als  auch  im 
        interaktiven  Modus laufen;  im letzteren Fall sollten Sie  schon 
        ein  Receive  eingegeben  haben und zur}ck zu Ihrem  PC  gegangen 
        sein.

        Dateiname1 kann eine Herkunftsbezeichnung wie z.B.  "C:" und  die 
        beiden  wildcard-Zeichen "*" und/oder "=" enthalten.Die  aktuelle 
        Version  von  MS-Kermit erlaubt keine  Pfadbezeichnungen  in  der 
        SEND-Befehlseingabe.
        Falls  Dateiname1  wildcard-Zeichen  enth{lt,  dann  werden  alle 
        erfa~ten  Dateien  in der selben Reihenfolge wie im  MS-Directory 
        transferiert.Falls  Dateiname1  eine einzelne  Datei  bezeichnet, 
        k|nnen Sie diese Datei unter einem anderen Namen, den Sie mit dem 
        Dateinamen2 festlegen, }bermitteln.Ein Beispiel:

        MSKERMIT>SEND FOO.BAR FRAMUS.BAR    

        Dateiname2 beginnt mit dem ersten Zeichen,  das kein  Leerzeichen 
        ist  und h|rt mit dem Carriage Return auf.So ist es m|glich,  da~ 
        der  Name  dann  Leerzeichen oder  andere  ungew|hnliche  Zeichen 
        enth{lt.Kleinbuchstaben  im  Datenamen2 werden f}r  den  Transfer 
        automatisch in Gro~buchstaben umgewandelt.
        Falls  eine Datei nicht zug{nglich ist,  erscheint die  Standard-
        DOS-Anzeige 

        ?unable to find file            
        ?Not confirmed         

        Die  Dateien  werden mit ihrem MS-DOS-Namen und Typ  }bermittelt, 
        also  ohne Pfad und Herkunft.Jede Datei wird  im  Originalzustand 
        transferiert,   nur   die   notwendigen  Control-Zeichen   werden 
        hinzugef}gt bzw. weggenommen (Siehe EOF-Befehl).
        Nachdem Sie Kermit den SEND-Befehl gegeben haben,  wird der  Name 
        jeder   Datei   am   Bildschirm   ausgegben.Auch   die   weiteren 
        Informationen erscheinen wie gewohnt;  Paketzahl, Wiederholungen, 
        Bytezahlen   und   Zustandsmitteilung.Nach   Abschlu~ ert|nt  ein 
        Piepton. 
        Verschiedene  1-Zeichen-Befehle k|nnen w{hrend einer  ]bertragung 
        eingegeben.Es sind:

        ^X   (Control-X)  Unterbricht  die ]bertragung einer  Datei  und 
             macht, falls vorhanden, mit der n{chsten weiter

        ^Z   Dateietransferabbruch

        ^C   Sofortige  R}ckehr zur Kermitbefehlsebene  ohne  irgendeine 
             Nachricht an das Remote-System  


        MS-DOS KERMIT                - 5 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 



        ^E   Wie ^C,  aber sendet ein fehlerhaftes Paket an den  remote-
             Kermit,  um  es  zur}ck zum Server oder auf die  interaktive 
             Befehlsebene zu bringen.

        CR   Es wird ein timeout simuliert,d.h.  das laufende Paket  wird 
             zur}ckgeschickt oder akzeptiert es nicht.

        Control-X und Control-Z schicken passende Nachrichten zum remote-
        Kermit,  um ihn in den gew}nschten Zustand zu versetzen.Control-C 
        l{~t  den  Rechner  genau  in  dem  Zustand,  in  dem  er  gerade 
        ist.Control-E bricht jedes Protokoll ab, das gerade stattfindet.

        Der RECEIVE-Befehl

        Syntax: RECEIVE (Dateiname)

        Der   RECEIVE-Befehl   weist  MSKERMIT  an,   eine   Datei   oder 
        Dateiengruppe von einem anderen System zu empfangen.Kermit wartet 
        einfach  auf  die eintrudelnden Dateien.Diesen Befehl sollen  Sie 
        nicht  einem  Server  eingeben,  f}r  diesen  ben|tigen  Sie  ein 
        GET.Bevor Sie das RECEIVE eingeben,  sollten Sie aber bereits ein 
        Send auf dem Partnerrechner eingegeben haben.

        Falls der Optionsdateiname eingesetzt wird, wird die eintreffende 
        Datei  unter diesem Namen abgelegt.Er kann  ein  Herkunftszeichen 
        mitf}hren  oder  nur aus diesem bestehen.Die  eintreffende  Datei 
        wird  unter dieser Bezeichnunf abgelegt.Falls kein Name angegeben 
        wird,   dann   wird   der  Name   der   eintreffenden   Kopfdatei 
        benutzt.Falls  dieser  Name  in MS-DOS nicht  erlaubt  ist,  wird 
        KERMIT   den  "}berstehenden"  Teil  abknapsen  und   dann   noch 
        unerlaubte Zeichen in ein X umwandeln.
        Falls  ein  Optionsdateinamen  eingegeben  wurde,   aber  mehrere 
        Dateien ankommen, dann wird die erste unter diesem Namen abgelegt 
        und  die anderen unter ihrem urspr}nglichen,  jedoch unter  ihrer 
        urspr}nglichen Adresse.
        Eine   unvollst{ndig   eintreffende  Datei   wird   normalerweise 
        abgelehnt;sie wird nicht im Inhaltsverzeichnis erscheinen.Mit SET 
        INCOMPLETE  KEEP k|nnen Sie alles Eintreffende,  egal in  welchem 
        Zustand, behalten.

        Es k|nnen  dieselben 1-Zeichen-Befehle verwendet werden  wie  bei
        dem SEND-Befehl.  

        Falls  die  eintreffende  Datei  denselben  Namen  hat  wie  eine 
        bereits Vorhandene und WARNING gesetzt ist,  dann wird Kermit den 
        Namen  ab{ndern  und  Sie dar}ber  informieren,  soda~  es  nicht 
        notwendig ist,  vorher Umbenennungen durchzuf}hren.Falls  WARNING 
        nicht  ON ist,  wird die bestehende Datei }berschrieben.Falls Sie 
        mit ^X oder ^Z eingeben, um die ]bertragung zu unterbrechen, dann 
        erhalten  Sie eine unvollst{ndige Neue,  oder die alte  und  neue 
        Datei  dieses  Namens  gehen verloren,  in Abh{ngigheit  von  SET 
        INCOMPLETE.Wenn  WARNING ausgeschaltet ist,  dann werden  Dateien 
        mit dem selben Namen wie Ankommende auf alle F{lle gel|scht.

        Achtung:  Falls der Name einer eintreffenden Datei einen  MS-DOS-
        Treibernamen wie z.B.  NUL, COM1, CON, AUX und PRN hat, dann wird 
        die  Datei  dorthin  wandern und nicht als  eine  Datei  gleichen 
        Namens abgelegt werden. Dies ist ein typische Eigenschaft von MS-
        DOS.



        MS-DOS KERMIT                - 6 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Der GET-Befehl

        Syntax: GET Remotedateiname

        Der GET-Befehl ben|tigt einen Remote-Server,  der eine Datei oder 
        Dateiengruppe mit  dem  genannten Namen sendet.Dieser Befehl kann 
        nur benutzt werden,  wenn am anderen Ende der Leitung ein Kermit-
        Server installiert ist.Das bedeutet, da~ Sie im Falle eines Gro~- 
        rechners als Partner zu diesem CONNECTet,  eingeloggt, Kermit ge- 
        startet,  SERVER  eingegeben  und dann mit Control-C  zum  Local-
        Kermit  zur}ck  gegangen  sein  m}~en.Im  falle  eines  PC's  als 
        Partnerrechner  m}~en  SIE  dort den  Server-Befehl  }ber  dessen 
        Tastatur  eingeben.  Falls  der Remote keinen Server-Befehl  hat, 
        dann m}~en Sie SEND und RECEIVE wie oben beschrieben anwenden.
        Sie k|nnen den GET-Befehl auch dazu benutzen, einen anderen Namen 
        f}r die eintreffende Datei festzulegen.Geben Sie einfach nur  GET 
        in  einer  Befehlszeile  ein,  und Sie  bekommen  getrennt  einen 
        Remotenamen und einen Localnamen eingespielt.

        MSKERMIT>GET
        Remote Source File: COM1.txt
        Local Destination File: XCOM1.txt

        Falls  mehr  als eine Datei eintrifft,  wird nur die Erste  umbe- 
        nannt.

        Der  Remote-Dateinamen  ist  irgendeine  Zeichenfolge,  die  eine 
        erlaubte Zeichenfolge f}r das Remote-System ist;er wird im Local- 
        System  nicht  auf  generelle  Korrektheit  }berpr}ft.  Ansonsten 
        funktioniert alles genauso wie beim RECEIVE.

        Befehle zur Verbindung und Trennung

        Der  CONNECT-Befehl  verbindet Ihren PC als Terminal zum  Remote-
        System,  soda~  Sie Kermit dort starten k|nnen.Beim PC m}~en  Sie 
        dies  }ber  dessen  Tastatur  vornehmen. Die  Befehle BYE, FINISH
        und  LOGOUT  erlauben  es  Ihnen,  die  Arbeit  mit einem Remote-
        Server  abzubrechen.Sie funktionieren genauso wie im  Befehlsteil 
        bereits beschrieben.
        Der CONNECT-Befehl selber wird in einem sp{teren Kapitel erkl{rt.

        Der Remote-Befehl

        Das   Remote-Schl}~elwort  ist  Einleitung  f}r  einige  Befehle. 
        Vorraussetzung ist,  da~ der Befehl vom Remote-Kermit  ausgef}hrt 
        wird,  der  als Server laufen mu~.Beachten Sie bitte,  da~  nicht 
        alle  korrespondierenden Partner des MS-Kermit alle diese Befehle 
        k|nnen  bzw.  da~  es  andere  Kermit-Versionen  gibt,  die  mehr 
        k|nnen.Falls der Befehl nicht ausgef}hrt werden  kann,  erscheint 
        eine  entsprechende  Meldung  auf dem  Bildschirm.Ergebnisse  der 
        ausf}hrbaren Befehle erscheinen ebenfalls dort.Die Remote-Befehle 
        des  MS-Kermit sind folgende (die genaue Beschreibung  lesen  Sie 
        bitte im allgemeinen Teil nach) :

        CWD (directory),  DELETE Dateiname,  DIRECTORY (Dateiname), HELP, 
        HOST (Befehl), SPACE (directory), TYPE Dateiname







        MS-DOS KERMIT                - 7 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        Der Local-Befehl

        Das  Local-Schl}~elwort ist ebenfalls eine solche Einleitung  f}r 
        eine  Befehlsreihe.Diese  Befehle k|nnen auf auf dem lokalen  MS-
        DOS-System ausgef}hrt werden.Auf dieser Ebene kann das LOCAL  vor 
        den  einzelnen  Befehlen auch weggelassen werden.  Die  m|glichen 
        Befehle sind:

        DELETE Dateiname, DIRECTORY (Dateiname), SPACE, RUN Dateiname und 
        PUSH.
        Zu SPACE: Es wird der MS-DOS-Befehl CHKDSK  ausgef}hrt, indem das 
        CHKDSK des laufenden Pfades gestartet wird.
        Zu  RUN:  Die bezeichnete Datei wird gestartet;  sie  mu~  jedoch 
        entweder im .EXE oder .COM-Format sein und aus dem laufenden Pfad 
        stammen  bzw.  mit der Pfadvariablen }bereinstimmen,  falls keine 
        Pfadbezeichnung im Dateinamen enthalten ist.
        Zu  PUSH:   Ruft  einen  MS-DOS  Befehlsprozessor  auf,  entweder 
        COMMAND.COM oder was immer Sie mit COMSPEC festgelegt  haben.Wenn 
        Sie  zum MS-Kermit  zur}ckehren,  werden Sie ihn in  dem  Zustand 
        vorfinden,  in  dem  Sie  ihn verlassen  haben,  auch  mit  allen 
        Einstellungen.Dieser  Befehl  funktioniert nur in MS-DOS  Version 
        2.0 oder h|her

        Der TAKE-Befehl

        Syntax: TAKE Dateiname

        Es  werden MS-Kermit-Befehle der aufgerufenen  Datei  ausgef}hrt. 
        Falls ein Pfad festgelegt  ist, wird  der Wert der PATH-Variablen 
        benutzt. Falls  PATH keinen  Wert hat, wird die laufende Diskette 
        bzw. das  Directory  untersucht.Die Datei selber kann auch wieder 
        TAKE-Befehle enthalten, aber keine Zeichen,  die  im Rahmen einer 
        Terminal-Emulation gesendet werden sollen.Sie  kann  auch Kommen- 
        tare, abgegrenzt  durch  Semikolon, enthalten.

        Der LOG-Befehl

        Syntax: LOG Dateiname 

        Der  Log-Befehl  im MS-Kermit entspricht dem SESSION-Logging  der 
        "Idealversion".

        Der Server-Befehl

        Server entspricht der Idealbeschreibung.

        Der SET-Befehl

        Syntax: SET Parameter (Wert)

        Folgende  SET-Befehle  sind  beim  MS-Kermit  verf}gbar  (  bitte 
        beachten  Sie,  da~ es kein SET IBM gibt.Die Parameter f}r  einen 
        IBM-Mainframe k|nnen mit einem Befehlsmacro festgelegt werden) :
                
        BAUD             Siehe allg. Teil
        BELL             Ob am Ende einer ]bertragung ein Piepton erzeugt 
                         werden soll
        BLOCK-CHECK-TYPE Siehe allg. Teil
        DEBUG            Siehe allg. Teil
        DEFAULT-DISK     Standardlaufwerk f}r Dateienein-/ausgabe
        DESTINATION      Standardablegeplatz f}r ankommende Dateien


        MS-DOS KERMIT                - 8 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        END-OF-LINE      Festlegung des Paketendes
        EOF              Zur Festlegung oder Markierung Des Dateiendes
        ESCAPE           Escape-Zeichen f}r CONNECT
        FLOW-CONTROL     Siehe allg. Teil
        HANDSHAKE        Siehe allg. Teil
        HEATH19          Heath/zenith-19 Terminalanschlu~
        INCOMPLETE       Siehe allg. Teil
        KEY              Festlegung einer Funktionstaste oder -"macro"
        LOCAL-ECHO       Welcher Host das Echo w{hrend einer  Verbindung 
                         erzeugt
        PARITY           Siehe allg. Teil
        PORT             Siehe allg. Teil
        PROMPT           Siehe allg. Teil
        RECEIVE          Siehe allg. Teil
        REMOTE           Um MSKERMIT interaktiv zu betreiben       
        SEND             Siehe allg. Teil
        TAKE-ECHO        Kontroll-Echo von Befehlen aus TAKE-Dateien
        TIMER            M|glichkeit zum timeout w{hrend einer ]bertragung
        WARNING          Umgangsfestlegung mit Dateinamenkollision

        Im  Folgenden  werden nun die Befehle,  die von der  Idealversion 
        abweichen, genauer beschrieben.
         
        SET BELL 

        Syntax: SET BELL ON oder OFF

        Es  wird festgelegt,  ob ein Piepser ert|nt oder nicht,  wenn ein 
        Dateientransfer beendet ist.

        SET DEBUG

        Syntax: SET DEBUG ON oder OFF

        ON   Der  Pakettransfer  wird auf  dem  Bildschirm  w{hrend   der
             ]bermittlung angezeigt.
        OFF  Es  werden  keine Testinformationen angezeigt (dies ist  der 
             Standard).Falls es auf ON geschaltet war,  dann schalten Sie 
             es bitte aus.

        SET DEFAULT-DISK

        Syntax: SET DEFAULT-DISK x:

        Festlegung  des  speziellen  Diskettenlaufwerks,   das  f}r   den 
        Transfer  benutzt werden soll. Gleichbedeutend mit dem DOS-Befehl, 
        das Laufwerk zu wechseln.

        SET DESTINATION

        Syntax: SET DESTINATION Zielmedium

        Legt die Ausgabe f}r ankommende Dateien fest,  DISK oder PRINTER. 
        SET   DESTINATION   PRINTER   f}hrt   zu   einem   Direktausdruck 
        eintreffender Dateien. Der Standard ist DISK.








        MS-DOS KERMIT                - 9 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        END-OF-LINE

        Syntax: SET END-OF-LINE Zahl

        Falls das Remote-System eine andersartige Paketbegrenzung als mit 
        Carriage   Return  verlangt,   kann  hier  der  Dezimalwert   des 
        gew}nschten ASCII-Zeichen eingegeben werden.

        STE EOF

        Syntax: SET EOF Option

        Es  wird  kontrolliert,  wie  das Ende der Datei  aussehen  soll. 
        Folgende Optionen sind m|glich:


        CTRL-Z    H{ngt ein Control-Z-Zeichen an das Ende jeder ankommen- 
                  den Datei,  falls Sie sowieso noch nicht mit einem sol- 
                  chen Zeichen beendet ist.Einige MS-DOS Texteditoren und 
                  andere Installationen verlangen Dateien in diesem  For- 
                  mat. Bei  abgehenden  Dateien wird das erste Control-Z-    
                  Zeichen  als  Dateiende betrachtet und  keine  weiteren 
                  Zeichen hinterher geschickt.

        NOCTRL-Z  (Standard) Legt ankommende Dateien genauso ab,  wie sie 
                  eintreffen   und   sendet   MS-DOS-Dateien   in   ihrem 
                  Originalzustand (bzgl. Bytezahl)

        SET HEATH19 On oder OFF

        Syntax: SET HEATH19 ON oder OFF

        Festlegung, ob MS-Kermit seine eingebaute Softwareoption  nutzen 
        soll, um sich an einen Heath/Zenith-19 anzuschlie~en.
        Die  beiden Optionen ON/OFF sind dazu da,  Befehle auf das Heath-
        System  umzustellen oder nicht.Dieser Befehl hat  f}r  Sie  keine 
        G}ltigkeit,  da der PC einen eigenen Bildschirmzeicheninterpreter 
        hat, der in das Betriebssystem integriert ist.

        SET KEY

        Syntax: SET KEY Schl}~elbezeichnung

        Es   wird  eine  Zeichenfolge  unter  dieser  Schl}~elbezeichnung 
        abgespeichert, die im CONNECT-Mode auf Dr}cken dieser Funktions- 
        taste }bermittelt wird.Die Schl}~elbezeichnung ist eine der Funk- 
        tionstasten  F1,F2,..  oder "SCAN" gefolgt von dem Scan-Code  der 
        gew}nschten Taste.
        Falls SCAN benutzt wird,  kommmt nach SCAN eine Dezimal-Zahl, die 
        eine  Taste entsprechend dem ASCII-Code darstellt.SET  KEY  setzt 
        Sie sofort in eine neue Zeile, in der Sie den String definieren
         m}~en.Einige Zeichen  wie z.B.  ESC und CR k|nnen nicht als Zei- 
        chen in  diesen String  hineingeschrieben werden,  sondern m}~en 
        in der Form /000 (eine  2- oder  3-stellige  Oktal-Zahl, die  das  
        entsprechende ASCII-Zeichen  darstellt) hineingeschrieben werden.
        Zum  Beispiel k|nnen Sie also einen Befehl unter einer Funktions- 
        taste ablegen und diesen w{hrend der ]bertragung problemlos durch 
        die Bet{tigung dieser Funktionstaste erzeugen.





        MS-DOS KERMIT                - 10 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        SET LOCAL ECHO

        Syntax: SET LOCAL-ECHO Option

        Es wird festgelegt,  wie Zeichen w{hrend einer Terminalverbindung 
        von   der  festgelegten  Anschlu~stelle  wiedergegeben  werden. 
        ON bedeutet, das MSKERMIT  die Zeichen wiederholt, da  weder  der 
        Remote-Computer noch die Leitungsschaltung dazu angewiesen wurde. 
        Dies  ist passend f}r half-duplex-Verbindungen.Standardm{~ig  ist 
        LOCAL-ECHO OFF f}r full-duplex und remote-echo Abl{ufe.
        Falls Sie LOCAL ECHO-ON haben,  ist der laufende HANDSHAKE, falls 
        vorhanden, automatisch eingeschaltet und full-duplex FLOW-CONTROL 
        automatisch   ausgeschaltet.Bei   Off  verh{lt  es   sich   genau 
        andersherum.Falls dieses Verhalten unerw}nscht ist, k|nnen Sie es 
        vermeiden,  indem Sie nach dem SET LOCAL-ECHO-Befehl nochmals ex- 
        plizite SET HANDSHAKE- oder SET FLOW-CONTROL-Befehle eingeben.


        SET PORT

        Syntax: SET PORT Zahl

        Bei Ger{ten mit mehr als einer Kommunikationsschnittstelle k|nnen 
        Sie  hiermit die Anschlu~stelle f}r CONNECT und den Dateientrans- 
        fer  festsetzen.Dieser  Befehl  erlaubt  Ihnen,   einen  anderen,
        asynchronen Adapter zu verwenden oder zwischen 2 oder mehr simul- 
        tan  ablaufenden ]bertragungen hin und her zu schalten.Die danach 
        folgenden SET BAUD, PARITY, HANDSHAKE, FLOW und LOCAL-ECHO werden 
        nur auf diesen Anschlu~ bezogen.SET PORT 1 w{hlt COM1, SET PORT 2 
        w{hlt COM2.

        SET REMOTE

        Syntax: SET REMOTE ON oder OFF

        Falls  Sie  Kermit  interaktiv }ber  die  serielle  Schnittstelle 
        betreiben wollen,  z.B. nachdem CTTY COM1 eingegeben wurde, m}~en 
        Sie den Befehl SET REMOTE ON eingeben.Es wird die  Transferanzei- 
        ge  auf dem Bildschirm unterdr}ckt,  soda~ es keine Reibungen mit 
        dem Dateientransfer selbst gibt.

        SET TAKE-ECHO ON oder OFF

        Syntax: SET TAKE-ECHO ON oder OFF

        Legt fest,  ob eine Bildschirmanzeige w{hrend expliziten oder im- 
        pliziten TAKE-Abl{ufe auf MSKERMIT.INI oder einer anderen  MSKER- 
        MIT-Befehlsdatei  abgelegt werden soll;  dieser Befehlsablauf ist 
        auch  w{hrend einer Einrichtung einer macro-Definition  g}ltig.Er 
        ist sehr n}tzlich, um Fehler in solchen Dateien zu entdecken.

        SET TIMER

        Syntax: SET TIMER ON oder OFF

        Erlaubt oder verbietet dem Timer,  der w{hrend einer  Transaktion 
        benutzt wird,  die Blockierung aufzuheben, die eintritt, wenn ein 
        erwartetes Paket nicht eintrifft.Standardm{~ig ist der Timer OFF, 
        da  Kermit sehr oft zur Verbindung mit einem Gro~rechner  genutzt 
        wird;   diese   erzeugen  jedoch  selber  Timeouts.W{hrend  eines 
        Dateientransfers ist ist es ausreichend,  wenn nur eine Seite f}r 


        MS-DOS KERMIT                - 11 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        die  Timeouts sorgt und hierf}r sind Gro~rechner besser  ausger}- 
        stet.Der Timer sollte ON sein, wenn die Rechner dazu nicht in der 
        Lage sind.

        SET WARNING

        Syntax: SET WARNING Option

        Es  wird festgelegt,  was geschehen soll,  wenn  eine  ankommende 
        Datei  den  gleichen  Namen wie eine  bereits  Vorhandene  tr{gt; 
        jedoch  nur im angezeigten directory des angezeigten Bereichs.Ist 
        ON gew{hlt,  warnt Kermit Sie und benennt die eintreffende  Datei 
        um,   soda~   nichts   zerst|rt  wird.Im  OFF  wird   die   Datei 
        }berschrieben,  selbst  wenn  die Eintreffende nicht  vollst{ndig 
        ist.



        Der DO-Befehl

        Mit  einem DO-Befehl wird ein MS-Kermit-Befehlsmacro  aufgerufen. 
        Falls  Sie  ein macro z.B.  mit  Verbindungsparametern  aufrufen, 
        brauchen Sie nur 

             DO UNIX

        einzugeben und das macro wird sofort aufgerufen.  Eine Neudefini- 
        tion kann wie beschrieben mit DEFINE vorgenommen werden.

        CONNECT

        Mit  diesem  Befehl wird die Verbindung zu einem anderen  Rechner 
        hergestellt.Es  gilt  alles  wie  oben  beschrieben,  jedoch  hat 
        MSKERMIT ein paar Zus{tze auf Lager.
        Wenn  Sie  das CONNECT eingegeben  haben,  erscheint  am  unteren 
        Bildrand  eine invers dargestellte Nachrichtenzeile,  in der  Sie 
        die  wichtigsten  Leitungsdaten eingeblendet  sehen,  soda~  eine 
        eventuelle  Fehlersuche  schneller beginnen kann.In dieser  Zeile 
        stehen das Escape-Zeichen, Schnittstellenzahl, die baud-Rate, die 
        Parit{t,  das Echo und wie Sie Hilfe erhalten.Das  Escape-Zeichen 
        zusammen mit den bereits beschriebenen 1-Zeichen-Befehlen erzeugt 
        die angegebenen Wirkungen.

        Drucker-Kontrolle

        Ein  |rtlich  angeschlo~ener  Drucker kann auf  die  }bliche  Art 
        kontrolliert   werden.Durch  Dr}cken  der  "PRINT   SCREEN"-Taste 
        erhalten Sie einen sofortigen Ausdruck des Bildschirminhaltes.Die 
        Ausgabe    k|nnen   Sie   mit   CTRL-"PRINT   SCREEN"   jederzeit 
        unterbrechen.^P oder ^N werden w{hrend der Rechnerverbindung  ge- 
        schickt  und brechen den Ausdruck nicht ab,  was geschieht,  wenn 
        Sie direkt zu DOS sprechen.
        CTRL-PRINT-SCREEN  kann  mit den MSKermit-Befehlen  LOG  PRN  und 
        CLOSE simuliert werden.









        MS-DOS KERMIT                - 12 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


                                   CPM-KERMIT

        CPM-Kermit's F{higkeiten auf einen Blick:

             Local-Modus                                       ja
             Remote-Modus                                 .    nein
             Textdateien}bertragung                            ja
             Bin{rdateien}bertragung                           ja
             Senden von wildcard-Dateien                       ja
             ^X/^Y-Unterbrechung                               ja
             Keine Dateinamen-Kollision                        ja
             Timeout-F{higkeit                                 ja
             8.-Bit-Vorzeichen                                 ja
             Wiederholung der Z{hlvorzeichen                   nein
             Abwechselnde Block}berpr}fung                     nein
             Terminal-Emulation                                ja
             Kommunikationsparameter                           ja
             ]bermittlung von BREAK                            ja
             Kommunikation mit IBM-Gro~rechner                 ja
             TRANSACTIONS-Loggen                               nein
             SESSION-Loggen                                    ja
             Reihen}bertragung                                 nein
             Server-F{higkeit                                  nein
             Server-Kommunikation                              ja
             Erweiterte Serverfunktionen                       nein
             Dateienverwaltung im Local                        nein
             Bearbeiten von Dateienattributen                  nein
             Befehls/Init-Dateien                              ja
             Druckerkontrolle                                  nein

        F}r die Anwendung auf den SIEMENS Personal Computern PC 16-11 und 
        PC  16-07  wurde  die Ursprungsversion des  CP/M-Kermit  auf  die 
        Hardware- und   Betriebssystembedingungen  angepa~t.Dabei  wurden 
        auch einige Korrekturen an der Benutzeroberfl{che vorgenommen.
        F}r  den  PC  16-05 steht der originale MSKERMIT  f}r  MS-DOS  in 
        seiner unver{nderten Form zur Verf}gung, welcher auch unter CCP/M 
        86 im PC-Mode lauff{hig ist.

        Diese Beschreibung bezieht sich nur auf die Kermit-Varianten  f}r 
        PC 16-07 und PC 16-11.

        Besonderheiten bei den Siemens-Versionen von Kermit-86

        Kermit    hat   ein   spezielles   Prompt,    aus   welchem   die 
        Rechnerzugeh|rigkeit hervorgeht.Beim PC 16-07 ist es "KERMIT-07>" 
        und beim PC 16-11 sinngem{~ "KERMIT-11>".

        Es  stehen nicht alle beim Standard-KERMIT vorgesehenen  ]bertra- 
        gungsgeschwindigkeiten zur Verf}gung.

        Beim SHOW-Befehl werden die Parameter der seriellen Schnittstelle 
        angezeigt (Anzahl der Datenbits,  Parit{t,  Anzahl der Stopbits). 
        Somit   kann   man   diese  f}r   die   korrekte   Funktion   der 
        Daten}bertragung  wichtigen  Parameter  nachsehen,  ohne  in  den 
        Unterlagen w}hlen zu m}~en.

        Bei  der ]bertragungsgeschwindigkeit von 9600 Baud kann es  gele- 
        gentlich  zu  ]bermittlungsfehlern kommen ( Erkennbar durch  eine 
        st{ndige Erh|hung der Wiederholungen (retries).  Aus diesem Grund 
        sollten maximal 4800 Baud eingestellt werden (Voreinstellung).



        CPM-KERMIT                   - 1 -





        KERMIT-Dokumentation                     Ausgabe: April 1986 


        CCP/M-86 KERMIT f}r PC 16-11:

        Das  Belegungsflag der seriellen DF]-Schnittstelle des  PC  16-11 
        wird ausgewertet bzw.  genutzt, um eine Belegung zu erkennen bzw. 
        anzuzeigen.Wird Kermit gestartet, wenn noch ein weiteres Programm 
        auf  die  DF]-Schnittstelle zugreift und dies  ordnungsgem{~  per 
        Belegungsflag  meldet,  so erscheint "Serial Port already in use, 
        waiting...."   und   Kermit  wartet  auf   das   Freiwerden   der 
        Schnittstelle.  Zu  diesem  Zeitpunkt kann mit  einem  beliebigen 
        Tastendruck  abgebrochen werden.  Geschieht dieser Abbruch nicht, 
        dann startet Kermit, sobald das Belegungsflag zur}ckgesetzt wird. 
        Sobald Kermit die DF]-Schnittstelle in Anspruch nimmt,  setzt  er 
        das   Belegungsflag.Es  wird  beim  Beenden  von  Kermit   wieder 
        gel|scht.Das Starten geschieht mit z.B. C>KERMIT11.

        PCP/M-86 KERMIT f}r PC 16-07:

        Hier kann die Baudrate per Kommando nicht eingestellt werden,  da 
        sie  mittels einer Steckererkennung direkt hardwareseitig an  der 
        Schnittstelle  parametriert  werden  mu~.  Die Baudrate  kann  im 
        Show-Befehl  nicht angezeigt werden,  da  die  Steckerbezeichnung 
        nicht  softwarem{~ig  zu erkennen ist.Es ist vom  Anwender  daf}r 
        Sorge zu tragen,  da~ immer ein Kabel mit der f}r die ]bertragung 
        notwendigen  Steckerkennung  verwendet  wird.  F}r  die  Kopplung 
        zwischen  zwei  Computern mit direkter Kabelverbindung  ist  hier 
        vorzugsweise  ein  Kabel  mit  4800  Baud  zu  verwenden.F}r  die 
        Anwendung zusammen mit einem Akustikkoppler sind es 300 Baud.
        Das Starten von Kermit geschieht z.B.mit C>KERMIT07.


        Generell  mu~  zum  Starten von Kermit eine Datei mit  dem  Namen 
        KERMIT.INI auf dem gleichen Laufwerk und User vorhanden sein.Ker- 
        mit liest diese Datei und arbeitet die darin enthaltenen  Befehle 
        automatisch  ab.  Dies entspricht einer Stapeldatei (SUBMIT).  Es 
        ist  so  m|glich,  eine bestimmte Kommandofolge in  dieser  Datei 
        abzulegen, welche dann immer beim Starten von Kermit abgearbeitet 
        wird.  Soll  beim  Starten von Kermit  kein  Kommando  ausgef}hrt 
        werden,  so mu~ die Datei KERMIT.INI trotzdem vorhanden sein. Sie 
        ist in diesem Fall leer.

        Befehle

        Auf dem CP/M-Kermit laufen folgende Befehle:

        BYE,  CONNECT,  EXIT,  FINISH,  GET, HELP, LOGOUT, QUIT, RECEIVE, 
        SEND, SET,SHOW, STATUS und TAKE.

        Es  werden  nur die Unterschiede zum Standard (siehe  allgemeiner 
        Teil "Kermit-Befehle") beschrieben.

        Zu SET BAUD-Rate: Beim PC 16-11 ist die Voreinstellung 4800 Baud. 
        Bei  ihm k|nnen die Geschwindigkeiten 300,600,1200,2400,4800 oder 
        9600  Baud gew{hlt werden.Beim PC 16-07 kann die Baud-Rate  nicht 
        mit diesem Befehl eingestellt werden, da dort eine Steckerkennung 
        zur Parametrierung verwendet wird.

        Zu Port: Beim PC 16-07 und PC 16-11 nicht zu verwenden.

        Zu Status: Beim PC 16-11 und PC 16-07 nicht zu verwenden.




        CPM-KERMIT                   - 2 -





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