Das EDA System ist ein von der Firma NIS entwickeltes Emissionserfassungssystem.

Anfang der 80iger Jahre bliesen die Kraftwerke, Haushalte, Fahrzeuge die
Abgase nur wenig oder sogar ungereinigt in die Luft. Damals war der Begriff 
"Saurer regen" woertlich zu nehmen.
In der Bevoelkerung begann der Umweltschutzgedanke einen breiteren Konsens zu 
finden und die Emissionen sollten eingeschraenkt werden.


Dafuer war die am 1. Juli 1983 in Kraft getretene 13.BImSchV, auch Grofeuer-
ungsanlagenverordnung GFAVO genannt, entscheidend. Die GFAVO legt fuer kohle-,
oel- und gasbefeuerte Kraft- und Heizkraftwerke mit thermischen Leistungen ueber
50 MW (bei Gas:100 MW) Emissionsgrenzwerte fuer Schwefeldioxid, Stickoxide,
Staub und Kohlenmonoxid fest. Diese Werte waren spaetestens ab dem 30. Juni 1985
mit Systemen zur kontinuierlichen Emissionsueberwachung zu verfolgen. Ausnahmen 
waren  Altanlagen, die bis 1993 zur Stilllegung vorgesehen waren.
 
Das Kraftwerk Siersdorf (140 Megawatt) wurde 1962 vom Eschweiler Bergwerks-
verein (EBV) und der Steag AG in Betrieb genommen, Mitte 1996 wurde die 
Stromerzeugung eingestellt und das Kraftwerksgebaeude in den Folgejahren 
abgerissen.

Auch das KWS (Kraftwerk Siersdorf) bedurfte einer entsprechenden Erfassungs-
anlage fuer Emissionen.

--> IM KWS war der Kontronrechner mit der EDA(S) Software von NIS im Einsatz,
zur optischen Darstellung der Emissionswerte auf der Warte gab es einen VME-BUS
Rechner mit Datensicherung fuer das EDA(S) System.

## Firma NIS ##

u.A. aus (im Ordner beiliegend):
SIEMPELKAMP | NUKLEARTECHNIK | 
1985 bis 2010: 25 Jahre Emisssionsueberwachung mit NIS 
  
1983  Startschuss fuer die Entwicklung der NIS-Emissionsrechner

Die NIS-Ingenieurgesellschaft fasste 1983 den Entschluss, ein eigenes Rechner-
system zur kontinuierlichen Erfassung und Auswertung von Emissionen zu 
entwickeln und zu vermarkten. 1985 stellte das Unternehmen vor allen Konkurren-
ten ihr auf einem Microrechner basiertes Emissions-Datenerfassungs-System EDAS 
vor und war als einziger Anbieter vor Ablauf der Frist fuer die Nachruestung von
Emissionsueberwachungssystemen (dem 30.06.1985) lieferfaehig. 
Das NIS-System ueberzeugte als einziges Konzept durch komfortable Bedienober-
flaechen und Reports, grafische Darstellungen mit Hilfen fuer das Betriebs-
personal sowie einer Langzeitspeicherung der Emissionsdaten fuer die behoerdliche
und betriebliche Auswertung. 
Innerhalb kurzer Zeit gelang es der NIS, eine Reihe von Referenzkunden zu 
gewinnen ( u.A. steag) der Durchbruch war geschafft. Das bescheiden anvisierte 
Ziel von 30 verkauften Systemen uebertraf man mit 60 verkauften Systemen weit!

