H-DOS 2.3 * G-DOS 2.x-Modifikation von A. Sopp
                                                       
Das Copyright von G-DOS liegt bei der Fa. TCS-Computer GmbH. Da die Version 2.3 
kein vllig neues DOS ist, sondern durch zahlreiche Zaps lediglich eine 
Verbesserung des G-DOS 2.x, kann nur eine Anleitung zur Handhabe der 
Erweiterungen gegeben werden. Es wird vorausgesetzt, da der Benutzer auf 
legalem Wege ein G-DOS von TCS erworben hat und dazu die Anleitung besitzt. 
H-DOS 2.3 bleibt kompatibel mit allen Versionen von G-DOS 2.x und NEWDOS/80 2.x.


D i e   n e u e n    F e a t u r e s


Graphik-Hardcopy mit <JKL>:

Beim Dreitastenbefehl <JKL> wird zunchst geprft, ob auf dem Bildschirm Graphik 
vorhanden ist. Dies geschieht in Maschinensprache so schnell, da der Benutzer 
keine Verzgerung bemerkt. Wird ein Graphikzeichen angetroffen, ertnt ein 
akustisches Signal vom Drucker. 

Jetzt hat der Benutzer die Wahl zwischen drei Mglichkeiten: 

A, P und N

Durch die Eingabe von A werden wie gewohnt nur die ASCII-Zeichen je nach der 
Systemoption AX ausgedruckt (AX=126 ist normal). Die brigen Zeichen (Graphik) 
werden durch Punkte ersetzt. Wird P eingegeben, erfolgt ein gemischter Ausdruck 
von ASCII- und Graphikzeichen in positiver Darstellung (helle Bildschirmstellen 
werden wei, dunkle schwarz dargestellt). 
	
Bei der P-Option kann nicht unterschieden werden, ob ein Blank zu einer Graphik 
oder einem Text gehrt. ASCII 20h (Blank) wird daher immer schwarz gedruckt.
	
Mit der Eingabe von N wird in negativer Darstellung gedruckt (hell -> schwarz, 
dunkel -> wei). Hier ist ein Blank (auch im Text) immer wei. Falls die 
Zusatzplatine HRG 1b angeschlossen ist, kann <JKL> zusammen mit der Shifttaste 
gedrckt werden, um auch die hochauflsende Graphik mit auszudrucken. Auch hier 
macht ein Piepton vom Drucker auf die Wahlmglichkeit zwischen A, P und N 
aufmerksam. Die Wahlmglichkeit zwischen positiver und negativer Graphik-
wiedergabe ist zur Schonung des Nadelkopfes Ihres Druckers implementiert. Sie 
knnen vor dem Ausdruck je nach Hell-Dunkel-Verteilung entscheiden.
Nach P und N wird das Schirmbild zentriert und mit den genauen Bildshirm-
proportionen (Breite/Hhe) wiedergegeben. Es werden immer Schrift, Pixel- und 
hochauflsende Graphik, soweit jeweils vorhanden, gemeinsam aus-gedruckt, auer, 
wenn A eingegeben wurde (dann nur ASCII-Zeichen, gegf. Punkte statt P
ixelgraphik. Die hochauflsende Graphik wird bei A nicht bercksichtigt. Nach 
dem Graphik-Ausdruck ist der Drucker im Einschaltzustand. Bisher sind nur die 
Versionen fr STAR Gemini-10X und Epson RX-80 lieferbar. An weiteren Versionen 
fr alle gngigen Drucker wird gearbeitet.



Achtung:
Der DOS-Befehl JKL sollte nur dann in einer JOB-Datei stehen, wenn der 
Bildschirm zu der betreffenden Zeit keine Graphik enthlt oder bei Graphik eine 
Eingabe durch den Benutzer nach dem Piepton gewhrleistet ist (Computer nicht 
alleinlassen!). 
Die zustzlichen Eingaben knnen nmlich nicht von einer JOB-Datei vorgenommen 
werden. Das wrde bedeuten, da der Programmablauf stoppt, bis eine Eingabe von 
Hand erfolgt.Der Spooler (s. u.) ist bei JKL unwirksam, wenn sich Graphik auf 
dem Bildschirm befindet. Sie wird in jedem Falle sofort ausgedruckt.

Bildschirmsicherung mit <345>:

Wenn die Hardwareerweiterungen EG 64 MBA und HRG 1b angeschlossen sind, kann ein 
Bildschirminhalt, bestehend aus ASCII-Zeichen, Genie-Pixelgraphik und 
hochauflsender Graphik auf Diskette gespeichert werden. Diese Datei, die den 
Namen BILD/CMD erhlt, beinhaltet gleichzeitig ein kurzes Maschinenprogramm, 
das die gesicherte Graphik beim Aufruf mit dem DOS Befehl BILD sofort anzeigt. 
Die Graphik bleibt stehen, bis irgendeine Taste gedrckt wird. Erst dann 
erscheint das H-DOS-Prompt oder die BASIC-Ready-Meldung (oder ein Programm, das 
den Befehl CMD"BILD" ausfhrte, wird fortgesetzt). So hat der User z. B. die 
Gelegenheit einer Hardcopy mit <JKL> (s. o.).
Der Befehl <345> zum Sichern des Schirmbildes ist nur mglich nach INI,J bzw. 
Booten ohne Linkspfeil (s. u.).

Achtung! Die Bildschirmgraphik wird vor dem Abspeichern auf Diskette in einen 
Puffer geschrieben, der den Speicherbereich 8000-B425h (32768-46117d) belegt. 
Daten oder Programme, die dort liegen, werden berschrieben. Sie sollten gegf. 
vorher gesichert werden. In BASIC kann der Befehl NEW nach <345> angebracht 
sein, um unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden.


Utility-Programm GRA/CMD:

Dieses Programm leistet genau dasselbe wie der Dreitastenbefehl <345>, bentigt 
jedoch nicht den EG 64 MBA zur Erkennung des Befehls. Es wird wie blich als 
DOS-Befehl mit GRA aufgerufen. Nachteile: Es wird etwas mehr Speicherplatz 
bentigt, auerdem wird der Befehl GRA nur dann nicht mitten in der Bildschirm-
graphik angezeigt, wenn er Bestandteil eines Programms ist (z. B. CMD"GRA" in 
einer BASIC-Zeile).


Memory Banking mit <,./>:

Das Genie I/II ab Baujahr '83 besitzt 64 kB frei programmierbares RAM. 
Die unteren 16 kB sind mit Hilfe des Memory Banking- und CP/M-Adapters EG 64 MBA 
zugnglich. Besitzern des MBA wird das Banking erleichtert durch den 
Dreitastenbefehl <,./>. In der Anzeige wird der Benutzer im Dialog gefhrt. 
Dabei wird das Display gepuffert und anschlieend restauriert, um die 
Mglichkeit offenzulassen, es mit Hilfe des MBA zum spteren Abruf zu sichern. 
Es mu mindestens ein Code auf den Banking-Port DFH ausgegeben werden.Das 
Banking mu durch Booten ohne Linkspfeil bzw. mit dem neuen DOS-Befehl 
INI,J (s. u.) vorbereitet sein.

Achtung:
H-DOS bewltigt eine Reihe seiner Features durch Parallelbelegung des 
Adrebereichs 0000-35FF ("neben" dem Level-2/4-ROM). Der Benutzer ist beim 
Banking selbst dafr verantwortlich, da er nicht mit dem System in Konflikt 
gert. Im Zweifel zuvor INI,N (s. u.) eingeben, um einen evtl. Systemabsturz 
zu vermeiden.


Spooler mit <567>:

Ebenfalls mit dem MBA knnen auszudruckende Texte oder Listings zwischen-
gespeichert werden, um nicht auf den Drucker warten zu mssen. Der Spooler wird 
mit dem Dreitastenbefehl <567> aktiviert. Der Ausdruck der gespeicherten Zeichen 
erfolgt immer dann, wenn die Tastatur abgefragt wird. Da der Benutzer mit 
Abstand das langsamste "Bauteil" des Computers ist, wird auf diese Weise keine 
Konsolzeit verschwendet. Sollte der Puffer von 12 kB voll sein, der sich im 
Adrebereich des Microsoft-Interpreters befindet, werden zunchst alle bereits 
ausgedruckten Zeichen gelscht, um erneut Platz zu schaffen. 
Dieses Feature macht diesen Spooler ungemein wertvoll, da mit einem wirklich 
vollen Puffer kaum je zu rechnen ist. Sollte dieser Fall jedoch auftreten 
(z. B. bei extrem langen LLISTings), wird wie gewohnt gedruckt, ohne die 
Tastatur freizugeben. Sobald im Puffer wieder Platz ist, wird das Spooling 
fortgesetzt. Mit demselben Dreitastenbefehl <567> wird der Spooler auch wieder 
deaktiviert. Es erfolgt jeweis eine entsprechende Meldung.
Der Spooler kann auch mitten in einem Druckvorgang unterbrochen werden. Dann 
verhlt sich der Druckertreiber wie gewohnt (keine Tastatureingaben mglich, bis 
der Zeichenpuffer leergedruckt ist; es kann jedoch mit BREAK unterbrochen 
werden).Der Spooler arbeitet nur, wenn ohne Drcken des Linkspfeils gebootet 
oder inzwischen INI,J eingegeben wurde (s. u.).


Akustische Signale:

Wenn DOS- oder BASIC-Fehler auftreten, ertnt ein Piepen von etwa einer halben 
Sekunde Dauer, das den Benutzer warnt. Das Kopieren und Formatieren von 
Disketten ist je nach Dichte usw. mehr oder weniger langwierig; der Benutzer 
wird sich dabei vielleicht vom Computer entfernen. Aus diesem Grunde ist beim 
Auftreten eines Fehlers bei diesen Vorgngen eine Art Kojak-Sirene zu hren, die 
einen hheren Aufmerksamkeitswert als ein gewhnliches Piepen besitzt. Sobald 
eine Taste gedrckt wird, hrt das Gerusch auf. 
Der ASCII-Code 07 wird als BEL-Signal erkannt. Mit PRINT CHR&24&(7), einem 
entsprechenden Maschinenbefehl oder einem 07-Byte in einem Text o. . wird ein 
charakteristischer Ton ausgegeben, der etwa eine halbe Sekunde dauert und sehr 
eindringlich ist. Auf diese Weise knnen Aufforderungen zur Tastatureingabe o. 
dergl. bekrftigt werden. Die BEL-Routine funktioniert nur mit angeschlossenem 
EG 64 MBA. Ohne ihn wird der ASCII-Code 07 lediglich ignoriert, es gibt keinen 
Konflikt mit dem Betriebssystem. Sonstige Programme, die z. B. einen Tastenclick 
o. . erzeugen, werden nicht beeinflut. Akustische Signale knnen nur mit einem 
angeschlossenen Verstrker erzeugt werden (beim Genie neuerer Bauart eingebaut). 
Ohne Verstrker sind die Signal-Routinen des H-DOS 2.3 wirkungslos, stren das 
System aber nicht.





Library-Befehl LWT:

Der Laufwerktest (Befehl LWT) wurde bei einigen G-DOS-Versionen durch die 
Fa. TCS Computer deaktiviert. Er ist im H-DOS 2.3 wieder funktionsfhig. 
Es wird jedoch davor gewarnt, der Anzeige auf dem Bildschirm allzuviel Vertrauen 
zu schenken. Sie ist recht ungenau und kann nur einen ungefhren Anhalt fr die 
Geschwindigkeit der Floppy-Laufwerke geben.Nach der Eingabe von LWT erscheint 
eine Graphik auf dem Bildschirm. Nun werden nacheinander die Nummern der 
Laufwerke (0-3) eingegeben, deren Geschwindigkeit berprft werden soll. Das 
Programm wird verlassen, indem man Laufwerk 0 anwhlt und anschlieend BREAK 
drckt.


Library-Befehl DDE:

Dieser Befehl ist im G-DOS Handbuch sehr unvollstndig erklrt. Wenn Sie nach 
der Aufforderung "Dateiname:" einen Asterisken (*) eingeben, wird der zuletzt 
bearbeitete Sektor angezeigt, auch wenn zwischendurch andere Programme liefen. 
Bedingung ist, da dabei der Adrebereich um 5500 nicht verndert wurde. Bei 
Eingabe des Doppelkreuzes mit einer Laufwerknummer knnen Sie einen beliebigen 
Sektor der Diskette ansprechen, unabhngig von einer Datei. Dies sind 
Funktionen, die mit DDE bisher schon mglich waren, jedoch nicht im Handbuch 
erklrt sind.

Neu bei H-DOS ist die Mglichkeit, auch bei beliebigen Diskettenformaten 
(Spuren, Seiten, Dichte) bis an den letzten Sektor der Diskette heranzukommen 
(s. Abschnitt "Sonstige nderungen"). Bei jedem spteren Aufruf dieser Funktion 
von DDE wird der zuletzt bearbeitete als der hchste Sektor der Diskette 
angesehen. Der wirklich Letzte ist daher nur beim ersten Aufruf von DDE 
erreichbar.Beim Wechsel zwischen ASCII und Hex-Anzeige im M-Modus mit der 
CLEAR-Taste springt der Cursor nicht mehr nach links oben, sondern er bleibt bei 
dem gerade aktuellen Byte. So knnen z. B. sehr bequem Texte modifiziert werden, 
die von Steuercodes fr den Drucker, Zeilenvorschben etc. durchsetzt sind.

Mit dem zustzlichen Befehl T (fr truncate) kann in der ASCII-Anzeige das 
Bit 7 bei Codes > 9Fh rckgesetzt werden. Auf diese Weise werden Texte in 
Klarschrift sichtbar, die durch das gesetzte Bit 7 verschlsselt oder 
systembedingt kenntlich gemacht sind (z. B. Zeilennummern bei EDTASM-
Quelltexten). Die normale Anzeige erfolgt nach erneuter Eingabe von T.

Mit dem zustzlichen Befehl C (fr Controll Codes) werden die 
Zeichen <20h nicht als Punkte dargestellt, sondern unverndert in den Bildschirm 
geladen. Beim Genie I/II mit einer entsprechenden Hardware-modifikation und beim 
Genie III erscheinen jetzt Sonderzeichen, bei anderen Maschinen Grobuchstaben. 
Normale Anzeige nach erneuter Eingabe von C.


Library-Befehl INI:

Mit INI,N (N fr nein) wird die Initialisierung des Parallel-RAMs (s. u.) 
rckgngig gemacht, wenn sie zuvor stattfand. Das System befindet sich nun in 
dem Zustand, den der Benutzer von G-DOS in der Normalversion gewohnt ist. Die 
neuen Dreitastenbefehle sind nun unwirksam. In seltenen Fllen der Unvertrg-
lichkeit mit einem Anwenderprogramm oder einer anderen DOS-Erweiterung ist 
dieser Befehl angezeigt.
INI,J (J fr ja): Mit diesem Befehl knnen Besitzer des MBA das parallele RAM 
im Adrebereich 0000-3FFFh (0-16383d) initialisieren: Der Bereich 0000-2FFFh 
wird vom ROM auf das RAM kopiert, so da sptere Modifikationen z. B. des 
Microsoft-Interpreters einfach mglich sind. In den Bereich 3600-3FFFh (memory 
mapped I/O) werden Nullen eingeschrieben, um bse berraschungen z. B. mit der 
Tastatur beim Banking zu vermeiden. Die Resettaste wird fr den MBA disabled, 
behlt jedoch fr das gesamte brige System ihre normale Funktion. Anschlieend 
werden die [nderungen des Betriebssystems vorgenommen, die die neuen 
Dreitastenbefehle und die Erkennung des BEL-Codes (s. u.) ermglichen. Auch dies 
geschieht innerhalb einiger Sekundenbruchteile.
Das Befehlswort INI und die Option J oder N knnen durch Komma oder Leerzeichen 
voneinander getrennt werden.

Die INI-Bearbeitungsroutine ist so programmiert, da der EG 64 MBA auch bei der 
verdoppelten Taktfrequenz von 3,54 MHz noch sicher schaltet, falls eine 
entsprechende Hardwaremodifikation an Ihrem Computer vorgenommen wurde.


Library-Befehl B2:

Dieser Befehl luft nach wie vor ungestrt ab, auch wenn vor der Eingabe mit 
INI,J oder BOOT ohne Linkspfeil das Parallel-RAM in das DOS einbezogen worden 
sein sollte. Die Bearbeitungsroutine von B2 versetzt zuerst das System in seinen 
ursprnglichen Zustand und initialisiert erst dann das Level2-BASIC. Dabei 
bleibt aber die ROM-Kopie im Parallel-RAM erhalten. Es ist daher auch von 
Level2-BASIC aus leicht mglich, nderungen im Interpreter vorzunehmen.
Ohne angeschlossenen EG 64 MBA bleibt der Befehl B2 unverndert wirksam.


Library-Befehl CLS:

Ohne weitere Parameter arbeitet der Befehl CLS wie bisher. Wird nach Komma oder 
Blank jedoch noch ein G und erst dann NEW LINE eingegeben, so wird der Speicher 
der hochauflsenden Graphikplatine HRG 1b gelscht. Der brige Bildschirminhalt 
bleibt erhalten. Umgekehrt wird der Graphikspeicher vom DOS-Befehl CLS ohne 
weitere Parameter nicht beeinflut.
CLS,G steuert die Ports 2, 3 und 5 an (alle mit Output). 
Bei nicht angeschlossener HRG 1b bleibt der Befehl folgenlos. Sind an den 
genannten Ports andere Bauteile betrieben, kann dieser Befehl mit nachfolgendem 
G vermieden werden.


Library-Befehl OUT:

Eine der Strken des Z80-Mikroprozessors ist seine Fhigkeit, 256 Ports zur 
Ansteuerung externer Gerte zu adressieren. Mit dem OUT-Befehl kann auf einen 
beliebigen Port ein beliebiger Wert ausgegeben werden. Ein einfaches und 
durchaus alltgliches Beispiel ist die Ausgabe des Codes 0Dh (13d) auf den Port 
FDh (253d). Auf diese Weise wird der evtl. vorhandene Zeichenpuffer des Druckers 
ausgedruckt und ein Wagenrcklauf vollzogen (CR). Auch die Hardwareerweiterung 
HRG 1b fr hochauflsende Graphik lt sich auf diese Weise einfach bedienen 
sowie alle Gerte, die bei Ihrem Computer ber einen Port geschaltet werden. Die 
Befehlssyntax ist OUT,port,code1,code2,... Dabei bedeutet port die Portnummer, 
code1/2/... sind die auszugebenden Codes. Es knnen gleichzeitig mehrere (bis 
der DOS-Eingabepuffer von 80 Zeichen Lnge voll ist) ausgegeben werden. Wie im 
DOS blich, knnen das Befehlswort und die Operanden durch Komma oder 
Leerzeichen getrennt werden. Die Portnummer und die Codes werden zweistellig 
sedezimal (hex) eingegeben.
Der OUT-Befehl des BASIC wird durch den DOS-Befehl OUT nicht beeintrchtigt.


Library-Befehl F:

In der Tastaturmatrix der Genie-Computer ist die Leitung AK7 nur mit DK0 ber 
die Shifttasten verbunden. Es ist recht einfach, auch DK1-7 ber zustzlich 
einzubauende Tasten mit AK7 zu verbinden. Sie haben z. B. unterhalb des 
Cassettenrecorders (Genie I) Platz. Da sie vom System nicht abgefragt werden, 
ist ihre Verwendung beliebig, hier als Funktionstasten.
Wer diese Manipulation an der Tastatur scheut, kann auch mit CTRL-Zifferntasten 
(Shift-Abwrtspfeil-Zifferntaste 1-7) vorprogrammierte Funktionen abrufen.

Befehlssyntax fr F:

F,J aktiviert die Funktionstasten bzw. CTRL-Zifferntasten.
F,N deaktiviert sie.Sie knnen dann beliebig anders verwendet werden.
F,L listet die programmierten Funktionen auf dem Bildschirm.
F,P listet sie auf dem Drucker.
F,nr,fct ordnet der F-Taste Nr. nr oder der entspechenden 
         CTRL - Zifferntaste die Funktion fct zu.

fct kann bis zu 32 Zeichen lang sein. Alle Tastatureingaben, die DOS in der 
Befehlsebene zult, knnen enthalten sein (z. B. nicht BREAK oder CLEAR!). Soll 
NEW LINE innerer oder letzter Bestandteil einer Funktion sein, so ist es durch 
den Abwrtspfeil stellvertretend einzugeben. Sonstige ASCII-Codes knnen dem 
F-String nachtrglich mit DDE eingefgt werden, wenn an ihrer Stelle einstweilen 
ein Dummycode ber die Tastatur eingegeben wurde: Im vorletzten Sektor von 
HDOS/SYS steht die F-Tabelle. Hierbei ist darauf zu achten, da das letzte Byte 
der Funktion das Bit 7 gesetzt erhlt (also plus 80h bzw. 128d).
Achtung! Die letzten 32 Bytes dieses Sektors enthalten einen Teil des Bearbei-
tungsprogramms. Auf keinen Fall lschen!
Die Funktionstasten mssen mit Bedacht programmiert werden. Alle Zeichen einer 
Funktion werden eingelesen, auch wenn etwa ein auftretender Fehler an einer 
Stelle eine andere Tastatureingabe verlangen wrde.


Library-Befehl B?:

Dieser Befehl ermglicht die Abfrage der vom EG 64 MBA z. Zt. benutzten Banks. 
Dabei wird vorausgesetzt, da ohne Bildschirm, Tastatur und Disk I/O der Befehl 
nicht gegeben werden konnte, so da diese Banks nicht geprft werden. Die 
Funktion der Resettaste kann nicht mit diesem Befehl getestet werden. Daher wird 
nur der Zustand der Banks 0000-2FFFh und 3000-35FFh angezeigt, sofern sie nicht 
auf Normalbelegung geschaltet sind. Es werden bei Parallelbelegung die Banks und 
ihr Read/Write-Status angezeigt. Bei den Library-Befehlen INFO und PORT ist 
diese Funktion inbegriffen. Sie verursachen nun bei Parallelbelegung keinen 
Systemabsturz mehr.
Angesichts des ansonsten erforderlichen Programm- und Diskettenplatzaufwandes 
wurde bei B? ein Schnheitsfehler in Kauf genommen: Wenn in einer der geprften 
Banks im ROM gelesen und gleichzeitig im RAM geschrieben wird, erfolgt keine 
Anzeige. Dies ist fr die Praxis in aller Regel belanglos.


Library-Befehl *:

Mit dem DOS-Befehl * wird der Interpreter so manipuliert, da alle ASCII-Codes 
beim BASIC-Befehl LPRINT CHR&24&(x) zugelassen sind und un verndert an den 
Drucker weitergegeben werden. Bisher fhrte ASCII 0 lediglich zur Abfrage des 
Druckerstatus, 0A wurde in 0D verwandelt und 0B und 0C wurden zu einer Folge 
von mehreren 0A-Bytes.
Der Zeilenzhler im Drucker-DCB wird jetzt nicht mehr hochgezhlt. Drucker 
neuerer Bauart unterhalten ihren eigenen Zhler, so da dieser Platz im DCB fr 
andere Zwecke frei bleibt. Hierbei ist jedoch zu beachten, da beim Booten durch 
SYS0/SYS dort die beiden Bytes 48 und 00 eingeschrieben werden, so da dort 
stehende Werte des Anwenders nach dem Library-Befehl BOOT oder einem Reset 
zunchst gelscht werden.
Nach dem Einschalten, Reset oder den Befehlen BOOT und INI ist der Befehl * 
wirkungslos und mu jeweils erneut eingegeben werden.
Nach der Eingabe von * wird der Interpreter direkt, d. h. im Adrebereich 
0000-2FFF verndert (nur mit dem EG 64 MBA mglich). Daher kann dieser Befehl 
nicht angewendet werden, wenn der Spooler aktiviert wurde, da dieser dort seinen 
Zeichenpuffer hat!


Library-Befehl ID:

Mit der Befehlssyntax ID,nr<,A> werden die PD-Parameter einer fremden Diskette 
in Laufwerk Nr. nr selbstttig erkannt und auf die Systemdiskette zurck-
geschrieben. Falls ,A eingegeben wurde, sind die nderungen sofort wirksam.


Library-Befehl V24:

Dieser Befehl existiert in allen G-DOS-Versionen, ist jedoch nur beim Genie 3 
aktiv. Bei den Genie-Modellen 1 und 2 erfolgt nur die Meldung, da er noch nicht 
implementiert sei. Dem H-DOS wurde eine entsprechende Serviceroutine beigegeben. 
Mit ihr kann eine V24- bzw. RS232-Schnittstelle eingestellt werden. Bei einer 
Ansteuerung wie im Genie 3 ist diese Routine unverndert lauffhig. Wird das 
Interface jedoch ber andere Ports oder memory mapped angesprochen, ist eine 
Modifikation leicht mglich. The HACKTORY bietet hierzu Hilfe an.
Diese Routine arbeitet im Adrebereich ab 3000 (12288 dez.), der nur mit dem 
EG 64 MBA zugnglich ist.


Utility-Programm ASM/CMD:

Die eingedeutschte Version von EDTASM, die unter dem Namen ASM/CMD dem G-DOS 
beigegeben ist, enthlt einen Fehler, der fr H-DOS korrigiert wurde: Auf die 
Frage "TEXT IM PUFFER - Wollen Sie Sourcecode erweitern?" wird fr "JA" nicht 
mehr Y, sondern J eingegeben.

Das G-DOS-Manual sagt nichts ber die Handhabung von ASM/CMD aus. Hier kann die 
sehr umfangreiche Originalanleitung fr EDTASM nicht wiedergegeben werden. Sie 
sei als bekannt vorausgesetzt. Zustzlich kann ASM/CMD den Befehl SLL s 
bearbeiten (shift left logically; wie SRL s, Bit 0 wird immer 1). Fr DEFB und 
DEFW knnen auch DB und DW eingegeben werden. Statt *LIST ON/OFF gengt 
*L ON/OFF.


Sonstige nderungen:
Die Systemdatei SYS15/SYS, in der der Library-Befehl DDE bearbeitet wird, ist 
auf volle 5 Sektoren verlngert, um sptere Erweiterungen zu erleichtern. Eine 
hierzu notwendige nderung in INHALT/SYS ist auf Ihrer H-DOS-Diskette berck-
sichtigt. Hierdurch wird kein zustzlicher Diskettenplatz beansprucht, weil der 
fnfte Sektor systembedingt nicht von einer anderen Datei genutzt werden knnte.
Durch einen zustzlichen Zap in SYS15/SYS knnen Sie nun auch dateiunabhngig 
Sektoren nach ihrer physikalischen Lage auf der Diskette bis zum letzten Sektor 
aufrufen. Das war bisher nur fr das Format 40tr./SS/SD mglich.
Beim Library-Befehl CREATE mu in G-DOS die automatische Platzerweiterung mit 
der Option ADE=Y (fr YES) festgelegt werden (dieser Sprachfehler soll bei 
jngsten G-DOS-Versionen behoben sein). Fr H-DOS wurde J (fr JA) ermglicht.
berall, wo in G-DOS der Name des Systems stand, steht nun "H-DOS" oder eine 
entsprechende Codierung. So heit z. B. GDOS/SYS jetzt HDOS/SYS, ASM/CMD meldet 
sich mit "HACKTORY-Disk-Assembler", bei fehlerhaftem System wird statt "GDOS?" 
jetzt "HDOS?" angezeigt usw. Dies ist wichtig, weil beispielweise mit DDE der 
Bootsektor nicht mehr mit dem Namen GDOS/SYS gefunden werden kann.
Optisch unschne Meldungen des Systems wurden fr H-DOS verbessert. So liegen 
beispielsweise die Spalten der Anzeige des Library-Befehls INFO nunmehr in 
einer Linie usw..

Fr Benutzer der HRG 1B:
Bei den DOS-Befehlen PORT und INFO werden Sie festgestellt haben, da die Ports 
00-05, die die HRG ansteuern, entgegen der Anleitung nicht nur bei der Ausgabe 
die Platine schalten. Um zu vermeiden, da bei diesen Befehlen die hoch-
aufgelste Graphik in den Bildschirm eingeblendet wird, wurden die Bearbeitungs-
routinen von INFO und PORT modifiziert: Nunmehr werden nur noch die Ports 02-FF 
abgefragt. Sollte der User mit den Ports 00-01 eine andere Hardwareerweiterung 
ansteuern, gengt die [nderung eines Bytes, das wir Ihnen auf Anfrage nennen.
H-DOS lscht beim Booten (Einschalten, Reset, BOOT) den Graphikspeicher 
automatisch. Soll sein Inhalt jedoch erhalten bleiben, ist whrend des Bootvor-
gangs die Shifttaste gedrckt zu halten. Um das Gegenteil zu erreichen (Lschen 
des Graphikspeichers nur bei gedrckter Shifttaste), mu ein Byte gendert 
werden, das gegf. auch benannt werden kann.

Allgemeine Hinweise:
Ein Betriebssystem ist letztendendes auch nur ein Programmpaket, so auch H-DOS. 
Es belegt im wesentlichen die durch G-DOS nicht benutzten SYS-Files bzw. 
freigebliebenen Platz in bereits belegten. Wer ausschlielich Anwenderdateien 
programmiert, braucht sich hierum nicht zu kmmern. 
Wer das DOS verndern mchte, mu wissen, wo die einzelnen neuen Features von 
H-DOS bearbeitet werden:
Was bereits beim Booten erledigt wird (Initialisieren des Parallel-RAMs mit dem 
EG 64 MBA und Lschen des HRG-Speichers), geschieht in SYS24/SYS. Um dies mit 
Linkspfeil bzw. Shifttaste verhindern zu knnen, ist ein Zap in SYS0/SYS eing-
ebracht.

In SYS22/SYS werden folgende Funktionen von H-DOS bearbeitet: 
Graphik JKL, Funktionstasten, ID.

In HDOS/SYS (entspr. BOOT/SYS fr NEWDOS-80 und GDOS/SYS fr G-DOS) liegt die 
Tabelle der vorprogrammierten Funktionen. An ihrem Ende befinden sich essentiell 
wichtige Programmteile, die auf keinen Fall berschrieben werden drfen.

In SYS26/SYS werden bearbeitet: <,./>, <345>, <567>, * und CLS.
Auerdem gibt es in nahezu allen SYS-Dateien Zaps, die Fehler von G-DOS beheben 
oder G-DOS erweitern, z. B. um die akustischen Signale.
Die Library in SYS1/SYS ist um die entsprechenden Befehle erweitert bzw. fr 
bestehende Befehle verndert (z. B. CLS).
Das DOS-Prompt in SYS1/SYS ist nach Mglichkeit dem Erwerber persnlich 
angepat. Es kann mit DDE nach Belieben verndert werden. Andere Vernderungen 
knnen u. U. zu fatalen Folgen fhren, deshalb sei eine vorherige Rcksprache 
mit dem Autor empfohlen.
Da H-DOS in Abstnden von einigen Tagen erweitert, verbessert, debugged wird, 
sind nderungen gegenber dem oben Gesagten vorbehalten (eher wahrscheinlich).

Zustzliche Hinweise:
Keine dieser Erweiterungen beansprucht Speicherplatz im Anwenderbereich 
5200-FFFF oder zustzlichen Diskettenplatz, denn es wurden nur bestehende 
Systemdateien durch Zaps verndert bzw. eigens neue, bisher unbenutzte 
Systemdateien kreiert, die in den Adrebereich 4D00-51FF laden. Deshalb knnen 
alle Programme fr die herkmmlichen DOS-Versionen auch weiterhin gefahren 
werden. 
Eine Einschrnkung versteht sich allerdings von selbst: Da die Erweiterungen 
auch nur mit Wasser kochen und z. B. den Druckertreiber beeinflussen (<JKL>, 
<567> usw.), ist beispielsweise eine Graphik-Hardcopy bei solchen Programmen 
nicht mglich, die ihrerseits den Treiber auf eine eigene Routine verbiegen. 
Dies gilt sinngem fr alle hier beschriebenen Routinen. Schlimmstenfalls 
wird dann die Erweiterung nicht funktionieren, ein fataler Konflikt ist jedoch 
nicht zu erwarten.
DOS-Moduln und Utility-Programme, die in G-DOS im Anwenderbereich ab 5200 liegen 
(BASIC/CMD, ASM/CMD, SYS15/SYS u. a.), belegen diesen Speicherplatz allerdings 
auch in der fr H-DOS modifizierten Form. Eine Verlegung in den Bereich 
unterhalb 4000 via Bank Selection - im Prinzip durchaus mglich - erschien nicht 
angebracht, weil H-DOS auch ohne EG 64 MBA sinnvoll anwendbar bleiben sollte.

Um wirklich fr alle Eventualitten vorbereitet zu sein, sind diejenigen 
Features abschaltbar, die den DOS-Kern betreffen (<,./>, <567>). Das geschieht, 
indem man die Linkspfeil-Taste beim Booten gedrckt hlt (hnlich NEW LINE, um 
den AUTO-Befehl zu unterdrcken). Die brigen Features von H-DOS 2.3 bleiben 
erhalten. Es kann jedoch nicht zu Konflikten mit vorhandenen Programmen kommen, 
da diese Befehle jeweils gesondert aufgerufen werden mssen, was man eben 
unterlassen kann.
Wenn der Benutzer den MBA nicht besitzt oder zeitweilig nicht angeschlossen hat, 
kann H-DOS unverndert gefahren werden. Hier erbrigt sich das Drcken der 
Linkspfeiltaste, weil die Abwesenheit des MBA automatisch erkannt wird. Die 
Befehle <,./> und <567> sind dann wirkungslos. Akustische Signale erfolgen ohne 
MBA nur bei den Fehlermeldungen, nicht mehr mit dem BEL-Code ASCII 07. Beim 
DOS-Befehl INI wird die Fehlermeldung "Bauteil nicht erreichbar" ausgegeben.

H-DOS-Features, die die hochauflsende Graphik mit der HRG 1b betreffen, haben 
fr H-DOS keine konstitutive Bedeutung. Die entsprechenden Befehle knnen bei 
nicht eingebauter HRG einfach vermieden werden. Sollte ber die HRG-Ports 00-05 
irgendein anderes Peripheriegert betrieben werden, ist eine diesbezgliche 
nderung des H-DOS kein Problem. Bitte gegf. Anfragen.
The HACKTORY kann keine Haftung fr Schden bernehmen, die mittelbar oder 
unmittelbar durch die Verwendung von H-DOS entstehen. Nach menschlichem Ermessen 
sind Probleme jedoch nicht zu erwarten.

H-DOS ist ein Warenzeichen von 
The HACKTORY Arnulf Sopp, Wakenitzstr. 8, D-2400 Lbeck 1, Tel. 0451-791926, 
G-DOS und EG 64 MBA sind Warenzeichen der Fa. TCS-Computer GmbH, 
NEWDOS/80 ist ein Warenzeichen der Fa. Apparat, Inc. und HRG 1B ist ein 
Warenzeichen der Fa. RB Elektronik Vertrieb GmbH.

Kopien der H-DOS-Systemdisk fr den persnlichen Bedarf (Schonung und Sicherung 
des Originals) werden ausdrcklich empfohlen. Die Weitergabe von H-DOS ist nur 
mit schriftlicher Genehmigung von TCS und The HACKTORY gestattet. Der Name des 
Kufers ist auf der Diskette codiert und kann daher beim Auftauchen von 
Raubkopien ermittelt werden.
