G-DOS 2.x-Modifikation von A. Sopp

Kurzanleitung:

Graphik-Hardcopy mit <JKL>: 
Nach Piepton (nur bei vorhandener Graphik) P fuer positiven, N fuer negativen 
Ausdruck eingeben (Schrift immer negativ: Schwarz auf Weiss). Hardcopy wie 
gewohnt mit Punkten statt Graphik durch Eingabe von A.
Bei angeschlossener Zusatzplatine HRG 1b <JKL> mit Shift druecken, um hochauf-
loesende Graphik mit auszudrucken.  Positiv- und Negativdruck dann ebenfalls mit P und N waehlbar

Utility-Programm GRA/CMD:
Leistet nach Aufruf mit GRA oder CMD"GRA" genau dasselbe wie der 
Dreitastenbefehl <345> (s. u.), ohne jedoch EG 64 MBA zu benoetigen. 
Nachteil gegenueber <345>: Anzeige des Befehlsworts GRA beim Aufruf. 
Abhilfe: CMD "GRA" in BASIC-Zeile programmieren oder in 
Assembler LD A,3CH, RST 28H.

Akustische Signale:
Beim Auftreten eines DOS-, BASIC-, FORMAT- oder COPY-Fehlers ertoent jeweils ein 
unterschiedliches Signal. 
Nur mit EG 64 MBA: ASCII 07 wird als BEL-Code erkannt und erzeugt einen weiteren Ton.

Library-Befehl LWT:
Mit LWT wird die Geschwindigkeit der Laufwerke Ueberprueft (bei neueren 
Versionen von G-DOS nicht mehr implementiert).

Library-Befehl DDE:
Aufruf des zuletzt angezeigten Sektors mit *, eines dateiunabhaengigen 
Disksektors mit &23& und Laufwerksnummer.
Ruecksetzen des Bits 7 bei Codes > 9Fh mit T, um verschluesselte oder 
systembedingt gekennzeichnete Codes in Klarschrift zu zeigen. 
Normale Anzeige durch erneute Eingabe von T. 
Anzeige der Codes < 20h mit C, um Video-Kontrollzeichen mit darstellbaren 
Zeichen anzuzeigen: Beim Genie I/II mit Hardwaremodifikation 
und beim Genie III Sonderzeichen, auf anderen Maschinen Grossbuchstaben. 
Normale Anzeige (mit Punkt statt Zeichen) durch erneute Eingabe 
von C.
Im M-Modus beim Wechsel von Hex nach ASCII und umgekehrt mit CLEAR-Taste: 
Cursor nicht mehr links oben, sondern auf der anderen Seite der Anzeige am 
aktuellen Byte.

SYS15/SYS (fuer DDE) ist fuer spaetere Erweiterungen auf 5 Skt. verlaengert.

Library-Befehl OUT:$
Ausgabe mehrerer Werte gleichzeitig auf einen Port mit OUT,port,code1, code2,...

Library-Befehl CLS:
Ohne weitere Parameter Funktion wie gewohnt. Mit CLS,G Loeschen des Speichers 
der HRG 1b.

Nur mit EG 64 MBA:
Memory Banking:
Fuehrung des Benutzers im Dialog nach Dreitastenbefehl <,./>. Display wird 
gerettet und anschliessend restauriert.

Spooler:
Aktivieren und deaktivieren mit dem Dreitastenbefehl <567>. Bei vollem Puffer 
Garbage Collection.

Bildschirmsicherung mit <345>:
Der Dreitastenbefehl <345> sichert einen Bildschirminhalt (ASCII-Zeichen, 
Genie-Pixelgraphik und hochaufloesende Graphik) unter 
dem Namen BILD/CMD auf Diskette. Mit dem Befehl BILD oder CMD"BILD" wird die 
Graphik wieder in den Bildschirm geladen. Die Datei BILD/CMD 
kann mit dem N-Befehl beliebig umbenannt werden.

Library-Befehl INI:
INI,J initialisiert das parallele RAM und ermoeglicht die Funktionen dieses 
Abschnitts. Nur notwendig bei BOOT mit Linkspfeil. INI,N setzt 
das System in den Normalzustand.

Library-Befehl B?:
Abfrage der z. Zt. benutzten Banks. Bei INFO und PORT automatisch.

Library-Befehl B2:
INI wird zunaechst rueckgaengig gemacht, ROM-Kopie im parallelen RAM bleibt 
jedoch erhalten. (Diese Modifikation hat keinen Einfluss auf den 
Befehl B2 ohne EG 64 MBA.)

Library-Befehl *:
Alle ASCII-Codes von 00-FF koennen nach Eingabe von * bzw. CMD"* " mit LPRINT 
CHR&24&(x) auf den Drucker ausgegeben werden, ohne dass der 
Interpreter sie veraendert. Der Zeilenzaehler im Drucker-DCB wird nicht mehr 
hochgezaehlt (modernere Drucker unterhalten einen eigenen 
Zeilenzaehler).

Library-Befehl V24:
Einstellung einer seriellen Schnittstelle (V24 bzw. RS232) wie beim Genie 3. 
Fuer andere I/O-Methoden leicht modifizierbar.

Library-Befehl F:
Mit F-Tasten, die in 3880h die Bits 1-7 setzen und mit CTRL-Zifferntasten 
(Shift Abwaertspfeil Zifferntaste) koennen vorprogrammierte Funktionen abgerufen
 werden. 

- Mit F,J Funktionen aktivieren 
- Mit F,N deaktivieren 
- Mit F,L programmierte Funktionen auf Bildschirm listen (dann F,J automatisch)
- Mit F,P dto. auf Drucker (F,J autom.)
- Mit F,&23&,fct der F-Taste &23& die Funktion fct zuordnen. &23&=1...7. 
  Max. 32 Bytes. Programmierung jeder Tastatureingabe moeglich. 

NEW LINE innerhalb fct waehrend Programmierung mit Abwaertspfeil eingeben. 
Abschluss der Programmierung mit NEW LINE (nicht Abwpf.). 
F,J autom.. F-Befehle fuehren INI,J aus (s. o.) und belassen diesen Zustand. 
Gegf. INI,N eingeben, falls gewuenscht.

Fuer Benutzer der HRG 1B:
Automatische Loeschung des Graphikspeichers beim Booten. Wird bei gedrueckter 
Shifttaste unterdrueckt (Speicherinhalt bleibt mit Shift 
erhalten). Hochaufgeloeste Graphik wird bei PORT und INFO nicht mehr ungewollt 
eingeblendet.

Hinweis:
Der Anwenderspeicher ab 5200h wird nicht belegt, daher kein Konflikt mit 
vorhandenen Programmen. Trennung eines Befehlsworts von seinen 
Operanden mit Komma oder Blank. Ohne EG 64 MBA sind die Befehle des zweiten 
Abschnitts lediglich wirkungslos, ein Konflikt mit vorhandenen 
Programmen ist ausgeschlossen. Bei BOOT bzw. Einschalten wird automatisch die 
Anwesenheit des MBA erkannt und INI ausgefuehrt, falls er 
angeschlossen ist. INI wird durch Druecken des Linkspfeils unterdrueckt. H-DOS 
bleibt kompatibel mit allen Versionen von G-DOS 2.x und NEWDOS-80 2.x.$
